Schulweg: 10 Tipps damit Kinder gut ankommen

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Mit der Einschulung beginnt für die Kinder eine neue Lebensphase. Diese bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eine davon besteht darin, den Schulweg sicher zu meistern.

Zahlreiche Unfälle passieren auf dem Schulweg

Nachdem die Kinder eingeschult wurden, begleiten die Eltern sie in der Regel während der ersten Wochen zur Schule. Danach müssen sie den Schulweg jedoch selbstständig bewältigen. Das bringt zahlreiche Gefahren mit sich. Dabei ist insbesondere der Straßenverkehr zu nennen. Die unten stehende Statistik zeigt, dass jedes Jahr Meldungen zu mehr als 100.000 Unfällen auf dem Schulweg eingehen. Zwar ist diese Zahl bereits seit einiger Zeit rückläufig. Allerdings bleibt festzustellen, dass nach wie vor sehr viele Unfälle auf dem Schulweg passieren. Glücklicherweise hat die Mehrzahl von ihnen keine schweren Folgen.

In den meisten Fällen verletzen sich die Kinder dabei nur leicht und können bereits nach wenigen Tagen wieder in die Schule gehen. Allerdings gibt es auch Unfälle, die nicht so glimpflich ablaufen. In manchen Fällen entstehen bleibende Schäden, die die Kinder für den Rest ihres Lebens erheblich einschränken. Manchmal endet ein Schulwegunfall sogar tödlich.

Die unten stehende Statistik zeigt jedoch, dass diese Fälle nur sehr selten sind. Dennoch ist es wichtig, dieses Risiko so stark wie möglich zu reduzieren. Dazu ist es notwendig, die Kinder gut auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten.

Nachdem die Kinder eingeschult wurden, begleiten die Eltern sie in der Regel während der ersten Wochen zur Schule.

Nachdem die Kinder eingeschult wurden, begleiten die Eltern sie in der Regel während der ersten Wochen zur Schule.(#02)

 

Unfälle auf dem Schulweg in Deutschland
Schulwegunfälle gesamt Tödliche Schulwegunfälle
2010 124.572 50
2011 114.157 70
2012 110.908 48
2013 112.225 37
2014 109.992 36
2015 110.200 40
2016 111.216 31
2017 105.319 40

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Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderttausende Schüler eingeschult.

Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderttausende Schüler eingeschult. (#01)

Viele Unfälle passieren kurz nach der Einschulung

Jedes Jahr werden in Deutschland Hunderttausende Schüler eingeschult. Die unten stehende Tabelle zeigt, dass die Zahl der Einschulungen in den letzten Jahren konstant über 700.000 lag und zudem leicht angestiegen ist. Allerdings ist der Schulweg gerade kurz nach der Einschulung besonders gefährlich.

  • Zum einen sind die Kinder zu dieser Zeit noch recht klein und reagieren aus diesem Grund in Gefahrensituationen nicht immer angemessen.
  • Zum anderen fehlt es ihnen noch an Erfahrung auf dem Schulweg.

Größere Kinder wissen bereits genau, wie sie sich verhalten müssen, um sicher zur Schule zu gelangen. Kleine Kinder, die gerade erst eingeschult wurden, müssen dies jedoch zunächst lernen.

Einschulungen in Deutschland
Absolut Veränderung gegenüber Vorjahr
2015/16 704 125
2016/17 720 733 2,4
2017/18 725 257 0,6

Quelle

Gute Verkehrserziehung kann Unfälle verhindern

Der wichtigste Schlüssel, um Kinderunfälle auf dem Schulweg zu vermeiden, besteht in einer guten Verkehrserziehung. Viele Verletzungen entstehen, da die Kinder ein Fehlverhalten an den Tag legen. Allerdings zeichnen sich auch viele Autofahrer durch ein ausgesprochen rücksichtsloses Fahrverhalten aus und gefährden die Schüler dadurch. Obwohl in diesem Fall die Schuld nicht bei den Kindern liegt, haben diese häufig dennoch die Möglichkeit, die Gefahr zu vermeiden. Dazu ist es notwendig, dass sie sich mit viel Vorsicht fortbewegen. Gerade für Kinder ist ein defensives Verhalten im Straßenverkehr sehr wichtig und kann dazu beitragen, Unfälle zu verhindern.

10 Tipps für einen sicheren Weg zur Schule

Um Kinderunfälle zu vermeiden, sind eine intensive Vorbereitung und eine sorgfältige Planung notwendig. Daher ist es für die Eltern sehr wichtig, sich rechtzeitig um diese Aufgabe zu kümmern. Am besten ist es, bereits vor der Einschulung den Schulweg zu trainieren. Auf diese Weise wissen die Kinder ganz genau, wie sie sich hier zu verhalten haben. Das hilft ihnen, sicher in der Schule anzukommen.

Hier erhalten Sie 10 Tipps, die Sie beachten sollten.

  • Eine sichere Route für den Schulweg auswählen
    Der erste Schritt besteht stets darin, einen möglichst sicheren Schulweg auszuwählen. Dabei handelt es sich nicht immer um den direkten Weg. Wenn dieser beispielsweise an einer Landstraße entlang führt oder es notwendig macht, eine viel befahrene Hauptstraße ohne Ampeln und Zebrastreifen zu überqueren, bringt das viele Gefahren mit sich. Es ist daher sinnvoll, eine Route auszuwählen, die an möglichst wenig befahrenen Straßen entlang führt. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Kinder stärker befahrene Straßen nur an Fußgängerüberwegen überqueren. Sorgfältige Pläne für den Weg zur Schule stellen eine der wichtigsten Grundlagen dar, um Unfälle zu vermeiden.

Video: So kommt auch Ihr Kind sicher in die Schule!

  • Den Schulweg bereits vor der Einschulung trainieren
    Kinder, die gerade erst eingeschult wurden, können Gefahren häufig noch nicht selbstständig einschätzen. Es ist ihnen beispielsweise nicht bewusst, dass es gefährlich ist, wenn sie eine Straße an einer unübersichtlichen Stelle überqueren. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, den Schulweg gemeinsam mit ihnen zu trainieren. Dabei sollten Sie selbstverständlich stets den gleichen Weg wählen und den Kindern genau erklären, wo sie die Straßen überqueren sollen. Nur so kann sich eine Routine einstellen, die den Kindern dabei hilft, Gefahrensituationen im Straßenverkehr zu vermeiden.
  • Das Verhalten an Ampeln und Zebrastreifen üben
    Fußgängerampeln und Zebrastreifen helfen den Kindern dabei, die Straße sicher zu überqueren. Das trifft allerdings nur dann zu, wenn sie diese Angebote richtig nutzen. Es kann vorkommen, dass sie sich aufgrund der Tatsache, dass sie hier als Fußgänger Vorrang haben, besonders sicher fühlen und daher die Straße ohne Bedenken überqueren. Das führt jedoch zu einem erhöhten Risiko. Daher ist es besonders wichtig, den Kindern das Verhalten an diesen Stellen genau zu erklären.
  • In den ersten Jahren sollte das Kind nicht mit dem Fahrrad zu Schule fahren
    Das Fahrrad stellt eine praktische Möglichkeit dar, um schnell zur Schule zu gelangen. Allerdings ist dieses Fortbewegungsmittel für Kinder im Grundschulalter noch nicht geeignet – zumindest nicht in den ersten Jahren. Selbst wenn Sie bereits einige gemeinsame Familienausflüge mit dem Fahrrad durchgeführt haben und Sie den Eindruck hatten, dass das Kind gut damit zurechtkommt, sollten Sie darauf unbedingt verzichten. Zum einen stellt es eine vollkommen andere Situation dar, wenn das Kind alleine unterwegs ist. Es nimmt viele Gefahrenquellen erst sehr spät wahr. Wenn die Eltern nicht dabei sind und es darauf hinweisen, kann das zu Unfällen führen. Es kommt hinzu, dass zu der Zeit, zu der die Kinder zur Schule fahren, aufgrund des Berufsverkehrs sehr viele Autos unterwegs sind. Das erschwert diese Aufgabe nochmals deutlich. Daher sollten die Kinder zunächst unbedingt zu Fuß zur Schule gehen. Erst wenn sie die Fahrradprüfung bestanden haben, die in der Regel in der dritten oder vierten Klasse absolviert wird, sollten Sie sich mit diesem Gedanken beschäftigen.

Video: Molli und Walli üben ihren Schulweg

  • Vorbild sein
    Geben Sie Ihren Kindern ein gutes Beispiel. Überqueren Sie keine Fußgängerampeln bei Rot und halten Sie sich auch als Fußgänger stets an die Verkehrsregeln. So prägen sich die richtigen Verhaltensregeln besonders gut ein.
  • Die richtige Kleidung auswählen
    Im Winter ist es meistens noch dunkel, wenn die Kinder zur Schule gehen. Damit die Autofahrer sie gut erkennen, sollten Sie stets auf helle Kleidung achten. Besonders vorteilhaft ist es, wenn Sie Jacken und andere Kleidungsstücke mit Reflektoren auswählen. Sie können diese auch separat kaufen und anschließend daran anbringen. Das steigert die Sicherheit deutlich.
  • Auf Schulranzen mit Reflektoren achten
    Auch bei der Auswahl des Schulranzens sollten Sie darauf achten, dass dieser mit Reflektoren versehen ist. Auf diese Weise erkennen die Autofahrer die Kinder auch bei Dunkelheit gut.
Das Fahrrad stellt eine praktische Möglichkeit dar, um schnell zur Schule zu gelangen. Allerdings ist dieses Fortbewegungsmittel für Kinder im Grundschulalter noch nicht geeignet – zumindest nicht in den ersten Jahren.

Das Fahrrad stellt eine praktische Möglichkeit dar, um schnell zur Schule zu gelangen. Allerdings ist dieses Fortbewegungsmittel für Kinder im Grundschulalter noch nicht geeignet – zumindest nicht in den ersten Jahren. (#03)

  • Die Kinder sicher mit dem Auto zur Schule bringen
    In der Regel sollten die Kinder zu Fuß zur Schule gehen. Das ist gut für die Gesundheit und fördert die Selbstständigkeit. Allerdings treten immer wieder Situationen auf, die diese Pläne durchkreuzen. Wenn Sie die Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sollten Sie stets auf passende Kindersitze und angelegte Sicherheitsgurte achten. Es gibt auch immer wieder Meldungen von Unfällen direkt vor der Schule. Gründe dafür sind unvorsichtig geöffnete Autotüren, das Parken in der zweiten Reihe oder rücksichtsloses Verhalten beim Kampf um die Parkplätze. Um das zu vermeiden, ist es sinnvoll, das Auto bereits einige Meter vor dem Eingang zur Schule abzustellen. So können die Kinder sicher aussteigen und den Rest bewältigen sie problemlos zu Fuß.
  • Die Fahrt mit dem Schulbus üben
    Wenn Sie etwas weiter von der Schule entfernt leben, ist es oftmals notwendig, dass das Kind den Schulbus nimmt. Auch das bringt einige Gefahrenquellen mit sich. Über Sie mit dem Kind, sicher ein- und auszusteigen. Erklären Sie auch, wie es sich schützen kann, wenn der Bus mit hoher Geschwindigkeit auf der Landstraße unterwegs ist.
  • Den Aufenthaltsort der Kinder überprüfen
    Nicht nur der Straßenverkehr stellt eine Gefahrenquelle für die Kinder dar. Viele Eltern fürchten sich auch vor Entführungen. Wenn Sie diesbezüglich Sorgen haben, können Sie die Kinder mit einem kleinen GPS-Sender ausstatten – beispielsweise in der Armbanduhr. Auf diese Weise können Sie überprüfen, ob es sicher zur Schule gelangt ist.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Sharomka _-#01: unguryanu  -#02:  Kzenon-#03: Romrodphoto

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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