Spaß an Neuem fördern: So weckst Du den Entdeckergeist Deines Kindes

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Kinder haben einen riesigen Entdeckergeist und erkunden Dinge, die viele Erwachsene längst als gegeben hinnehmen. Sie wollen den Dingen auf den Grund gehen und lernen gleichzeitig vieles über Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten.

Den Entdeckergeist der Kinder fördern: Sieben Tipps für Eltern

Du willst den Entdeckergeist Deines Kindes fördern? Dann ist guter Rat manchmal teuer, denn scheinbar hat der liebe Nachwuchs immer wieder Langeweile. Vorgeschlagene Spiele sind ebenfalls nicht immer ideal oder stoßen auch nur auf ein wenig Interesse.

Mit den folgenden Tipps werden Kinder beschäftigt, bekommen den Einstieg in die digitale Welt und haben beim Lernen auch noch richtig Spaß.

  1. Experimente für kleine Forscher

    Die meisten Kinder lieben Experimente! Sie wollen die Dinge von Grund auf erforschen und suchen nach der perfekten Möglichkeit, den eigenen Entdeckergeist auszuleben. Gern fühlen sie sich wie kleine Wissenschaftler, die vor allem naturwissenschaftliche Phänomene erkunden. Mithilfe verschiedener Experimentierkästen ist es möglich, den Spaß an Naturwissenschaften zu fördern und damit wissenschaftliche Zusammenhänge erkennen zu lassen.

    Ist der Forschergeist erst einmal geweckt, kann ein Kind meist nicht mehr genug von den Experimenten bekommen. Wichtig ist, dem kleinen Forscher auch zu erklären, was es aus welchem Grund erkennt. Über derartige Angebote kann das Kind spielend lernen.

    Die meisten Kinder lieben Experimente! Sie wollen die Dinge von Grund auf erforschen und suchen nach der perfekten Möglichkeit, den eigenen Entdeckergeist auszuleben. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- alexeg84 )

    Die meisten Kinder lieben Experimente! Sie wollen die Dinge von Grund auf erforschen und suchen nach der perfekten Möglichkeit, den eigenen Entdeckergeist auszuleben. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- alexeg84 )

  2. Mit Robotern spielen

    Der Einstieg in die Robotik gelingt über spannende Modelle für Kinder. Ein Roboterarm, mit dem etwas bewegt werden kann, eine Cyborg-Hand oder auch der kleine Roboter, der einer vorgegebenen Linie folgt: Schon für kleine Forscher ab fünf Jahren sind derartige Modelle erhältlich. Das Programmieren für Kinder wird dabei auf einfache Regeln reduziert, der Schwierigkeitsgrad kann nach und nach gesteigert werden.

    Das Kind kann bei einigen Modellen auch eigene Programmierungen ausprobieren. Viele Hersteller haben auch sehr hochwertige Roboter-Modelle im Angebot, mit denen selbst Jugendliche und Erwachsenen noch ihren Entdeckergeist befriedigen können.

  3. Mit Zahlen die Welt entdecken

    Fast jedes Kind mag Zahlen. Woran mag es dann liegen, dass in der Schule später Mathematik häufig als besonders ungeliebtes Fach gilt? Meist wird der Grundstein für den Umgang mit der Welt der Zahlen schon im Kindergartenalter gelegt. Die Kleinen haben bereits im Alter von drei bis vier Jahren Spaß am Versteckspielen, lernen dabei ganz nebenbei das Zählen.

    Auch in der Küche können sie Zahlen und das Zählen anwenden. Wird zum Beispiel der Tisch gedeckt, lassen sich Teller, Messer, Gabeln und Löffel abzählen. Und wenn sechs Bestecke hingelegt wurden und ich nehme eines wieder weg? Damit wird sogar das Rechnen ganz nebenbei erlernt. Selbst beim Autofahren hat fast jedes Kind Spaß an Zahlen, man denke hier nur an das Zählen der Waggons eines Güterzuges! Beim Spielen mit dem Würfel und beim Abzählen der Felder, die eine Spielfigur nach vorn treten kann, ist ebenfalls das Wissen um die Zahlen erforderlich und kann spielerisch ausgeweitet werden.

    Auch in der Küche können sie Zahlen und das Zählen anwenden. Wird zum Beispiel der Tisch gedeckt, lassen sich Teller, Messer, Gabeln und Löffel abzählen.  ( Lizenzdoku: Adobe Stock- Krakenimages.com )

    Auch in der Küche können sie Zahlen und das Zählen anwenden. Wird zum Beispiel der Tisch gedeckt, lassen sich Teller, Messer, Gabeln und Löffel abzählen. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- Krakenimages.com )

  4. Die Welt der Sprache entdecken

    Kinderreime sind schon seit jeher beliebt und es gibt sogar Reime, die von den Großeltern an die heutigen Enkel übermittelt werden, die aber bereits diese Großeltern von ihrer Oma oder ihrem Opa hatten. Die Sprache ist das Gegenstück zur Mathematik und ebenso förderwürdig. Viele Kinder haben Spaß daran, mit Worten umzugehen.

    Sie bilden anfangs einzelne Laute und finden schon bald Reimwörter, die sie nach Herzenslust zusammenbauen. Dabei müssen diese Wörter nicht immer einen Sinn ergeben. Wichtig ist nur, dass das Gehör der Kleinen geschult wird und sie erkennen, dass es sich um ein Reimwort handelt.

    Und wer weiß, vielleicht lassen sich aus einem erfundenen Wort ja auch ausgedachte Figuren entwickeln, die natürlich ihre eigene Geschichte bekommen? Kinder, die viel sprechen und mit der Sprache experimentieren dürfen, sprechen später freier, haben einen größeren Wortschatz und kommen mit den sprachlichen Strukturen besser klar.

  5. Einstieg in die digitale Welt fördern

    Die Welt des Internets ist für jedes Kind faszinierend, hier läuft der Entdeckergeist auf Hochtouren. Allerdings schlagen nicht wenige Eltern die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie herausfinden, womit sich das Kind im Netz beschäftigt. Hier gilt es, dem Nachwuchs eine gewisse Richtung zu geben. Aufklärung ist dabei alles, einfache Verbote nutzen nichts.

    Bei kleinen Kindern ist es zudem wichtig, die Zeit, die sie mit elektronischen Geräten und digitalen Medien verbringen, zu begrenzen. Eine halbe Stunde am Tag ist für Kindergartenkinder völlig ausreichend! Auch wenn Papas Smartphone und Mamas Tablet noch so faszinierend sind: Wird das Kleine quengelig und schlecht gelaunt, ist die maximal zumutbare Zeit überschritten.

    Dabei kann der Nachwuchs die optimale Zeit noch nicht einschätzen, hat später nur mit den Folgen zu kämpfen. Das Gehirn ist überfordert, der Entdeckergeist geht verloren. Das gilt übrigens auch noch für Kinder mit 10 oder 15 Jahren! Tipp: Internetseiten, die das Kind nicht besuchen soll, können auch durch einen Admin gesperrt werden.

  6. Neues Wissen mit der Kinderuni

    Viele Hochschulen in Deutschland bieten eine Kinderuni an. Natürlich wird hier kein wirklicher Abschluss erworben, aber es kann jede Menge Wissen vermittelt werden.

    Die Kinderuni findet meist einmal im Monat statt, wobei jede dieser Vorlesungen unter einem bestimmten Thema steht. Je nach Ausrichtung der Hochschule kann es sich um naturwissenschaftliche oder auch um medizinische Themen handeln. Die Inhalte werden kindgerecht aufbereitet und anschaulich vermittelt. Inzwischen gibt es sogar Onlineangebote, wenngleich diese natürlich die einmalige Atmosphäre einer echten Hochschule vermissen lassen.

    Dennoch: Die Kinder lernen neue Dinge kennen und haben die Möglichkeit, echten Professoren Fragen zu stellen. Meist entwickelt sich das Interesse zu einzelnen Themengebieten noch weiter und so mancher Nachwuchsforscher findet hier seinen Einstieg in ein späteres Leben als Arzt, Wissenschaftler oder Ingenieur.

    Die Kinderuni findet meist einmal im Monat statt, wobei jede dieser Vorlesungen unter einem bestimmten Thema steht.  ( Lizenzdoku: Adobe Stock-Brian Jackson )

    Die Kinderuni findet meist einmal im Monat statt, wobei jede dieser Vorlesungen unter einem bestimmten Thema steht. ( Lizenzdoku: Adobe Stock-Brian Jackson )

  7. Gemeinsam basteln fördert den Entdeckergeist

    Beim Basteln trainieren Kinder die geistigen und körperlichen Fähigkeiten. Sie lernen Dinge zu schneiden und zu falten, können aus Papier oder Holz wunderbare Sachen entstehen lassen. Hier werden vor allem die kreativen Ideen gefördert.

    Ein wunderbarer Effekt, der vor allem für ein Kind, welches ansonsten in erster Linie logisch-abstrakt arbeitet, wichtig ist. Die motorischen Fähigkeiten werden ebenfalls geübt. Zudem kann ein Kind erfahren, wie einige Dinge funktionieren: Wer einmal eine Uhr selbst gebastelt hat, weiß auch, wie sie arbeitet.

    Im weitesten Sinne lässt sich zum Basteln auch das Auseinandernehmen von Gegenständen sehen. Kinder lieben es, Dinge in ihre Einzelteile zu zerlegen und dabei geht es nicht darum, sie zu zerstören. Mit größter Akribie werden kleine Schrauben aus Weckern und Matchbox-Autos gedreht. Das Kind erfährt, wie diese Dinge funktionieren und wie die vielen Einzelteile zusammenwirken. Allerdings ist je nach Alter des Kindes meist noch ein wenig Hilfe erforderlich, wenn die Gegenstände wieder zusammengebaut werden müssen.

Ein umfangreicher Wissenserwerb hängt an dem Lernangebot, das ein Kind unterbreitet bekommt. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- S.Kobold )

Ein umfangreicher Wissenserwerb hängt an dem Lernangebot, das ein Kind unterbreitet bekommt. ( Lizenzdoku: Adobe Stock- S.Kobold )

Den Entdeckergeist fördern: In jedem Alter wichtig

Ein umfangreicher Wissenserwerb hängt an dem Lernangebot, das ein Kind unterbreitet bekommt. Wird sein Entdeckergeist frühzeitig gefördert, wird der Wissensdurst immer größer. Auch später noch wird das Kind hinter die Kulissen schauen und mehr wissen wollen. Es entwickelt sich zu einer Person, die wissen möchte, wie die Dinge zusammenhängen.

Viele Erzieher berichten, dass bei Kindern schon im Kindergartenalter die eigentlich typischen Warum-Fragen deutlich weniger geworden sind. Häufig fehlt es einfach an Anregung und an einem inspirierenden Lernumfeld. Wird der kleine Junge, der immer noch eine weitere Frage hat, mit einem „Weiß ich doch nicht!“ abgespeist, wird er irgendwann keine Fragen mehr stellen.

Die Lösung besteht hier darin, dass sich Eltern oder Erzieher und der kleine Entdecker gemeinsam auf die Suche nach Antworten machen. Es ist nicht möglich, jede Kinderfrage zu beantworten. Aber es gibt immer Möglichkeiten, die Antwort zu finden! Digitale Angebote, Kinderlexika und das Versenden der Frage an einen Experten sind nur drei Varianten, wie der Entdeckergeist des Kindes gefördert und erhalten werden kann.

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