Kinderlieder zum Mitsingen und Anhören

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Wenige Dinge aus der Kindheit bleiben so sehr im Gedächtnis wie die Kinderlieder, die einem Mama, Oma oder die Erzieherinnen im Kindergarten vorgesungen haben. Doch auch Lieder aus Kinderserien, Hörspielen und Filmen haben wir oft unser ganzes Leben lang im Ohr. Dabei spielt es eigentlich auch keine Rolle, ob es sich um die klassischen deutschen Kinderlieder handelt oder um moderne, etwas unkonventionelle. Wichtig ist, dass ein Kind überhaupt mit Liedern aufwächst. Denn alle Kinder lieben Kinderlieder.

Warum sind Kinderlieder so wertvoll?

Schon ganz junge Babys werden spürbar aufmerksam, wenn ihnen ein Lied vorgesungen wird. Die Verbindung aus Sprache und Melodie spricht wichtige Regionen im Gehirn an. Schon bald versuchen Babys, noch lange vor den ersten Worten, Melodien nachzumachen. Doch es sollte Kindern nicht nur aus zweckmäßigen Gründen vorgesungen werden. Wird ihnen von einer erwachsenen Bezugsperson mit Freude vorgesungen, wird die Beziehung gestärkt, weil sich in positiver Weise mit ihnen beschäftigt wird. Wobei später natürlich nichts dagegen einzuwenden ist, das gemeinsame Singen durch moderne Medien zu ergänzen. Es braucht sich übrigens niemand zu schämen, weil er keine schöne Singstimme hat, das spielt keine Rolle für Kinder.

Traditionelle Kinderlieder, die jeder kennt

Diese Lieder wurden bereits in der Kindheit unserer Großeltern und Urgroßeltern gesungen, sind aber dank ihrer eingängigen Melodien und kindgerechten Texte immer noch aktuell. Ganz simple Lieder sind beispielsweise „Alle meine Entchen“ und „Backe, backe Kuchen“. Diese Lieder sind so einprägsam, dass sie auch von kleinen Kindern ganz schnell gelernt und nachgesungen werden können. Mit Lieder wie „Alle Vögel sind schon da“, „Es war eine Mutter“, „Spannenlanger Hansel“ und „Schneeglöckchen Weißröckchen“ werden die Jahreszeiten gelernt.

Wenn die Kinder beginnen, sich für Märchen zu interessieren, kann man das Vorlesen durch das Singen der dazu passenden Lieder ergänzen. Denn „Hänsel und Gretel“ und „Dornröschen“ wurden auch musikalisch aufbereitet.

Kein Kind sollte ohne Gute-Nacht-Lieder aufwachsen. Leise gesungen geleiten die ruhigen Melodien und verträumten Texte die Kleinen in den Schlaf. Untersuchungen zeigen sogar, dass bereits Ungeborene im Mutterleib durch solche Lieder beruhigt werden können. Lieder wie „Guten Abend, gute Nacht“, „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?“ oder „Schlaf Kindlein schlaf“ kennt jeder. Genauso schön, aber etwas unbekannter sind „Wer hat die schönsten Schäfchen?“ oder „Schlafe mein Prinzchen, schlaf´ ein“.

Die Zeit, in der traditionell am meisten gesungen wird, ist natürlich die Weihnachtszeit. Die Klassiker „Oh Tannenbaum“, „Kling Glöckchen klingelingeling“ und „Ihr Kinderlein kommet“ sollte jedes Kind kennen. Oft sind dies auch die ersten Melodien, die auf Blockflöte oder Glockenspiel gespielt werden.

Doch auch andere Feste haben ihre eigenen Kinderlieder. Wer kennt nicht die Scharen von Kindergartenkindern, die am St. Martinstag mit einer Laterne um die Häuser ziehen und „Laterne, Laterne“ oder „Ich geh´ mit meiner Laterne“ singen?

Und was wäre ein Kindergeburtstag ohne „Wie schön, dass Du geboren bist“ und „Alles Gute für Dich“?

Moderne Kinderlieder: von Vogelhochzeiten und kleinen Drachen

Wie alle anderen Musikrichtungen, entwickeln sich auch Kinderlieder mit der Zeit. Es gibt immer wieder neue Komponisten und Liedermacher, die sich zeitgemäße Kinderlieder einfallen lassen. Der bekannteste Kinderliedermacher der letzten 30 Jahre ist sicher Rolf Zuckowski, dessen Lieder wie „In der Weihnachtsbäckerei“, „Stups der kleine Osterhase“ oder „Die Vogelhochzeit“ schon fast wieder zu den Klassikern zählen. Weitere berühmte Komponisten und Interpreten von Kinderliedern sind unter anderem auch noch Detlef Jöcker, Fredrik Vahle und Volker Rosin. Bei der momentanen Kindergarten-Generation ist der Liedermacher Donikkl sehr angesagt, der mit dem „Fliegerlied“ berühmt wurde.

Mittlerweile haben sich jedoch auch schon einige Pop- und Rocksänger an bekannte deutsche Kinderlieder gewagt. So hat etwa Nena schon einigen Alben extra für Kinder veröffentlicht und Peter Maffay komponiert schon seit vielen Jahren Lieder für und über den kleinen Drachen Tabaluga. Unter dem Namen Giraffenaffen hat sich gleich eine ganze Reihe von Künstlern an Kinderliedern versucht und sie neu interpretiert. Wenn Culcha CandelaMeine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ singen oder The BossHossOld McDonald“ zum Besten geben, summen auch die Eltern wieder begeistert mit. Denn das ist und bleibt das Wichtigste an Kinderliedern: Sie sollen Spaß machen und die Menschen miteinander verbinden.

Kinderlieder zum Mitsingen auf YouTube

Kinderlied „Hänsel und Gretel“

Kinderlied „Lullaby – Wer hat die schönsten Schäfchen“

Kinderlied „Backe, backe Kuchen“


Bildnachweis: © freeimages.com – cherylholt

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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