Die optimale Bettwäsche für Kinder: Wie sollte sie sein?

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Welche Bettwäsche ist für Kinder optimal? Verschiedene Materialien sind im Handel erhältlich, doch nicht alle sind zumindest für kleine Kinder geeignet. Eine kleine Wäschekunde.

Optimale Bettwäsche für Kinder: Wonach auswählen?

Um die optimale Bettwäsche zu finden, reicht es nicht, einfach auf das jeweilige Motiv zu schauen. Schon gar nicht bei Bettwäsche für Kinder! Diese muss zahlreichen Anforderungen genügen, soll im Sommer leicht und luftig, im Winter weich und flauschig sein.

Natürlich aus gesunden Materialien, die die Haut nicht reizen und keine Schadstoffe enthalten. Das Öko-tex-Siegel ist hier ein guter Anhaltspunkt. Allerdings wundern sich nicht selten Eltern, warum die Bettwäsche trotz des Siegels derart streng riecht. Ein Grund dafür sind die verwendeten Farbstoffe.

Vor dem ersten Gebrauch unbedingt waschen

Kinderbettwäsche aus Bio-Baumwolle ist besonders empfehlenswert und zeichnet sich durch ihre weiche Anschmiegsamkeit aus. Doch auch sie sollte vor dem ersten Gebrauch unbedingt gewaschen werden, damit überschüssige Farbstoffe und Schmutzreste aus der Produktion herausgewaschen werden.

Wer Bettwäsche für Kinder waschen möchte, wird auch direkt mit einem wichtigen Auswahlkriterium konfrontiert. Die Waschbarkeit ist nicht bei allen Materialien gleich gut gegeben und gerade für kleine Zwerge ist es wichtig, dass die Wäsche möglichst heiß gewaschen werden kann. Das heißt nicht, dass Kinderbettwäsche zwingend bei 95 °C waschbar sein muss, auch wenn das zumindest in Krankheitsfällen zur Desinfektion perfekt ist.

Wenigstens bei 60 °C sollte die Bettwäsche für Kleinkinder zu reinigen sein, damit Schweiß und Schmutz, Flecken von Schokolade und Faserstiften herausgewaschen werden. Hierbei zeigen sich direkt die Qualitätsunterschiede: Hochwertige Bettwäschemodelle behalten auch bei häufigem Waschen frische Farben, die Aufdrucke sehen lebendig aus. Minderwertige Qualitäten verblassen rasch.

Kinderbettwäsche aus Bio-Baumwolle ist besonders empfehlenswert und zeichnet sich durch ihre weiche Anschmiegsamkeit aus. ( Foto: Shutterstock-New Afrika )

Kinderbettwäsche aus Bio-Baumwolle ist besonders empfehlenswert und zeichnet sich durch ihre weiche Anschmiegsamkeit aus. ( Foto: Shutterstock-New Afrika )

Welches Material ist optimal?

Neben dem Fakt, dass sich die Bettwäsche für die Jüngsten gut waschen lassen soll, kommt es noch auf weitere Punkte an, die die Betttextilien optimal werden lassen.

Tipp: Die genannten Punkte sind nicht nur für Kinderbettwäsche wichtig, sondern spielen auch bei der Wäsche für Große eine Rolle:

  • Kuschelig und weich: Biberbettwäsche

    Biber und Feinbiber sind optimal für Kinderbettwäsche, denn sie bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle, sind sehr weich zur Haut und atmungsaktiv. Wer im Winter schnell friert, wird von dieser Bettwäscheart begeistert sein, zumal sie auch noch sehr pflegeleicht ist. Ein Bügeln entfällt hier, nach dem Lufttrocken oder der Gabe in den Trockner braucht die Wäsche nur glatt gestrichen und kann gelegt werden.

    Biber und Feinbiber sind optimal für Kinderbettwäsche, denn sie bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle, sind sehr weich zur Haut und atmungsaktiv. ( Foto: Shutterstock-RenataOs)

    Biber und Feinbiber sind optimal für Kinderbettwäsche, denn sie bestehen zu 100 Prozent aus Baumwolle, sind sehr weich zur Haut und atmungsaktiv. ( Foto: Shutterstock-RenataOs)

  • Es geht noch weicher: Flanellbettwäsche für ganz Wärmebedürftige

    Flanell ist Biber nicht unähnlich, zeigt sich jedoch noch als etwas leichter und anschmiegsamer. Verwendet werden sehr hochwertige Baumwollfasern, die knitterarm und kuschelig sind. Ein Bügeln entfällt auch hierbei.

  • Glatte Sommerwäsche: Jersey-Bettwäsche

    Jersey ist eine Kanalinsel und schon seit Ewigkeiten für die Stoffe bekannt, die dort hergestellt und in die ganze Welt geliefert werden. Das Baumwollgestrick ist sehr dehnbar und weich, reguliert die Feuchtigkeit und ist angenehm an der Haut. Kleinkinder, die häufig in der Nacht schwitzen, schlafen in Jersey deutlich besser als zum Beispiel in Flanell, daher ist Jersey-Wäsche auch im Winter eine gute Alternative.

    Die Waschbarkeit ist kein Problem, meist kann Jerseywäsche bei 60 °C in die Maschine gegeben werden. Wer Weichspüler verwenden möchte, kann das um des Dufts wegen tun, ansonsten braucht Jersey nichts, was die Fasern noch weicher macht. Im Gegenteil, Experten empfehlen sogar, eher auf Weichspüler zu verzichten, weil diese die Fasern versiegeln und damit an ihrer Saugfähigkeit hindern.

    Jersey ist eine Kanalinsel und schon seit Ewigkeiten für die Stoffe bekannt, die dort hergestellt und in die ganze Welt geliefert werden. ( Foto: Shutterstock-New Afrika)

    Jersey ist eine Kanalinsel und schon seit Ewigkeiten für die Stoffe bekannt, die dort hergestellt und in die ganze Welt geliefert werden. ( Foto: Shutterstock-New Afrika)

  • Noch eine Winteralternative: Bettwäsche aus Frottee

    Normalerweise wird hier Weichfrottee eingesetzt, damit sich die Kinderbettwäsche nicht wie ein alter Lappen anfühlt, weil sie so kratzig geworden ist. Frotteewäsche ist für die Jüngsten optimal, saugt Feuchtigkeit sehr gut auf und ist leicht zu reinigen. Gleichzeitig reguliert sie wunderbar die Temperatur.

    Die Waschbarkeit ist mit 40 bis 60 °C aufgrund des Kunstfaseranteils etwas geringer als bei reinen Naturfasern. Meist besteht die Frotteebettwäsche aus 75 Prozent Baumwolle und aus 25 Prozent Polyester. Sie kann auch in den Trockner gegeben werden und benötigt keine Bügeleinheiten.

  • Der Klassiker: Baumwollwäsche

    Viele verschiedene Qualitäten, Muster und Motive stehen hier zur Auswahl. Geht es um die optimale Bettwäsche für Kinder, muss Baumwollwäsche ganz oben auf der Liste stehen. Sie ist nahezu unzerstörbar, saugfähig und atmungsaktiv, wodurch sie ein perfektes Schlafklima ermöglicht. Eltern sollten bei der Auswahl darauf achten, dass es sich um Bio-Baumwolle handelt. Diese ist schadstofffrei, kann ebenso heiß wie konventionell angebaute Baumwolle gewaschen werden und ist um ein Vielfaches weicher und angenehmer auf der Haut.

    Vor allem Menschen, die unter Allergien der Haut leiden, werden das zu schätzen wissen. Wichtig: Auch wenn Baumwollbettwäsche meist bei 95 °C gewaschen werden kann, so überstehen einen solchen Waschgang die aufgedruckten Motive oft nicht. Um diese zu schonen, sind Waschungen bei maximal 60 °C zu empfehlen.

    Viele verschiedene Qualitäten, Muster und Motive stehen hier zur Auswahl. (Foto: Shutterstock- Photo_mts )

    Viele verschiedene Qualitäten, Muster und Motive stehen hier zur Auswahl. (Foto: Shutterstock- Photo_mts )

  • Besonders edel: Baumwollsatin

    Baumwollsatin besitzt eine glatte Seite und eine glänzende, umspielt die Haut und fühlt sich gerade im Sommer wunderbar weich und kühl an. Doch auch im Winter mögen viele Kinder die glatte Oberfläche, die nirgends kratzt oder reibt. Für kleine Kinder ist Satin jedoch weniger zu empfehlen, denn der edle Stoff lässt sich nur bei maximal 40 °C waschen. Gebügelt werden braucht er allerdings auch nicht, Baumwollsatin glättet sich von allein.

  • Schwere Baumwolle mit hohem Aufwand

    Damast ist für Kinder weniger optimal, denn Bettwäschemodelle aus diesem schweren Baumwollgewebe sind schwer zu pflegen. Sie müssen auf jeden Fall gebügelt werden, damit sie gut aussehen, ansonsten wirken sie knitterig und ungepflegt. Gewaschen werden sollten sie höchstens bei 40 °C, einige Hersteller empfehlen das Waschen bis 60 °C.

  • Optimal für den Sommer: Renforcé-Bettwäsche

    Auch Renforcé-Bettwäsche besteht aus Baumwolle und zeichnet sich durch das glatte Material und die mittelfeine Struktur aus. Sogar Oberhemden für Herren werden aus diesem Material hergestellt, was Schlüsse darauf zulässt, wie angenehm Renforcé auf der Haut ist. Viele Kinder lieben diese Bettwäsche auch im Winter, auch wenn sie weniger kuschelig als zum Beispiel Frottee oder Biber ist.

    Eine ähnliche Qualität bietet übrigens Linon-Bettwäsche, die sich zudem als sehr strapazierfähig erweist. Der Stoff erinnert ein wenig an Leinen, besteht aber aus Baumwolle. Gute Pflegeeigenschaften und ein angenehmes Schlafklima lassen Linon-Bettwäsche auch für die Kleinen optimal werden.

    Auch Renforcé-Bettwäsche besteht aus Baumwolle und zeichnet sich durch das glatte Material und die mittelfeine Struktur aus. ( Foto: Shutterstock-FamVeld)

    Auch Renforcé-Bettwäsche besteht aus Baumwolle und zeichnet sich durch das glatte Material und die mittelfeine Struktur aus. ( Foto: Shutterstock-FamVeld)

  • Raffungen und Oberflächenkrepp: Seersucker-Bettwäsche

    Beim Weben wird eine unterschiedliche Spannung zwischen den Fäden erzielt, damit wiederum entsteht die typische Krepp-Optik der Seersucker-Bettwäsche. Das Gewebe kommt dadurch nicht direkt auf dem Körper zu liegen, was viele Kinder, die besonders empfindlich auf leichten Druck reagieren, als sehr angenehm empfinden. Die Wäsche kann bei bis zu 60 °C gewaschen werden. Und das Schöne: Seersucker braucht nicht gebügelt zu werden!

Und die Motive?

Kinderbettwäsche ist oft sehr interessengebunden gestaltet: Superhelden und Comicfiguren finden sich darauf, werden auch durchaus von den Kleinen favorisiert. Allerdings ändern sich die Interessen der Kinder oft sehr schnell und so mögen diese die Wäsche nicht mehr, sobald sie kein Fan von Paw Patrol, Superman oder Miraculous mehr sind. Eltern sind daher gut beraten, wenn sie möglichst solche Motive wählen, die ein wenig langlebiger sind.

Snoopy ist ein solches Beispiel, er findet sogar noch bei Erwachsenen Anklang. Einhörner, Lamas, Pferde und Hasen kommen ebenfalls immer gut an und sind ebenso wie kleine Hexen, Dinosaurier und Feuerwehrmänner über die gesamte Kleinkindzeit optimal.

Gerade größere Kinder lieben oft einfach bunte Farben oder wünschen sich im Gegenteil eher eine ganz schlichte Bettwäschevariante, die auch für Erwachsene geeignet ist. Wichtig sind ihnen oftmals eher die Qualitäten und es zeigen sich schon sehr starke Vorlieben für Seersucker oder Satin, für reine Baumwolle oder Leinenbettwäsche.

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Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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