Babysocken häkeln (selbst natürlich): Schenken Sie warme Füße!

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Babysocken (Häkeln oder Stricken bleibt freigestellt) als besonderes Geschenk sind immer mehr gefragt. Vorbei sind die Zeiten, in denen Verwandte und Freunde einfach zum Kinderausstatter gingen oder im Onlineshop geschaut haben, wenn Nachwuchs in der Familie oder im Bekanntenkreis erwartet wurde. Heute gilt es, sich von anderen abzuheben, wobei das Geschenk natürlich vielfältigen Anforderungen gerecht werden soll. Was wäre das besser geeignet, als selbst gehäkelte Babysocken?

Scheuen Sie keine Mühen!

Natürlich nimmt das Häkeln der Babysocken ein wenig Zeit in Anspruch, wobei geübte Häkelfreunde wirklich schnell arbeiten können. Wer noch etwas weniger Übung hat, sollte sich von einem Profi unter die Arme greifen lassen oder erst einmal ein paar Übungssocken anfertigen. Schließlich soll das Geschenk doch hübsch und professionell aussehen! Kleine Fehler sind zu verschmerzen, aber am Ende sollte auch bei einem ungeübten Häkelfreund ein Paar Söckchen entstehen, was als solches erkennbar ist.

Babysocken selbst zu häkeln hat viele Vorteile. So können Sie zum einen etwas Wärme schenken und davon können kleine Kinder nie genug haben. Sie heben sich von der Masse der Schenkenden ab und setzen nicht auf ein kommerzielles Präsent. Ihr Geschenk können Sie dafür individuell gestalten, vielleicht sogar die Initialen des Kindes aufbringen, sofern Ihnen diese bekannt sind. Selbst gestaltete Babysocken sind immer etwas Besonderes und können auch mit wunderschönen Mustern und Verzierungen aufwarten. Meist werden solche Präsente auch aufbewahrt und sind noch viele Jahre oder sogar Jahrzehnte später eine wertvolle Erinnerung.

Ideal ist es, wenn Sie die Babysocken nicht für Neugeborene häkeln oder lieber gleich in zwei Größen anfertigen. Der Grund: Die meisten Schenkenden überreichen Präsente, die sich an Neugeborene richten. Oftmals werden die Eltern mit Kleidungsstücken überschüttet. Schon wenige Monate später sieht die Sache allerdings anders aus: Dann sind die Erstlingssachen zu klein und der erste große Einkauf steht an. Wenn Sie die jungen Eltern also ein wenig unterstützen wollen, sorgen Sie dafür, dass der Nachwuchs zumindest an den Füßen gut ausgestattet ist.

Anleitung zum Häkeln der Babysocken

Sind Sie ein wenig geübt, brauchen Sie nicht einmal viel Zeit für das Häkeln einzuplanen. Befolgen Sie dafür die hier befindliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, mit der Sie ganz einfach zu perfekten Söckchen kommen.

Als Materialien benötigen Sie eine Häkelnadel der Größe 3, dann brauchen Sie einen Reihenmarkierer und Babywolle. Diese hat den Vorteil, dass sie besonders weich und anschmiegsam ist. Babyfüße sind empfindlich und möchten nicht gern mit kratzigen Materialien in Kontakt kommen. Berücksichtigen Sie dies bei der Wahl der Wolle!

Die Babysocken werden später in Runden gehäkelt, denken Sie also bitte daran, die gerade in der Entstehung befindlichen Socken nach jeder Runde zu drehen. Sie setzen dafür sogenannte Wendeluftmaschen ein, die den Beginn einer jeden Runde darstellen. Je nachdem, welche Maschenart Sie gewählt haben, müssen Sie die Anzahl der Wendeluftmaschen entsprechend anpassen. Immer die erste Masche der folgenden Runde wird in die Masche der letzten Runde gehäkelt. Der Anfang einer jeden Runde liegt damit immer an der gleichen Stelle. Jede Runde schließen Sie mit einer Kettmasche ab, die wiederum in die erste Masche der betreffenden Runde eingesetzt wird.

Nun beginnt das eigentliche Häkeln der Babysocken:

  1. Im ersten Schritt muss die Spitze gehäkelt werden. Verwenden Sie dafür feste Maschen! Zuerst schlagen Sie fünf Luftmaschen an und schließen Sie die Runde durch Setzen einer Kettmasche. In der ersten sowie in der vierten Masche müssen Sie eine Masche hinzunehmen. Ist die erste Runde fertig, haben Sie also sieben Maschen.

    Wird die zweite Runde gehäkelt, muss in der zweiten und in der fünften Masche eine Masche dazugenommen werden. Das bedeutet, dass hier dann neun Maschen entstanden sind. In der dritten Runde werden wieder neue Maschen gehäkelt, und zwar in der zweiten, fünften und auch in der achten Masche müssen neue Maschen hinzugenommen werden. Die dritte Reihe endet mit zwölf Maschen.

    In der vierten Runde werden dann wieder Maschen zugenommen, das betrifft dieses Mal die Maschen zwei, fünf, acht und elf. Die Runde endet dann mit insgesamt 16 Maschen. Danach folgt die fünfte Runde, mit der Maschenzunahme in Masche zwei, fünf, acht, elf und vierzehn. Ganz wichtig: Wenn die Fußspitze fertiggestellt ist, müssen unbedingt 21 Maschen vorhanden sein!

  2. Die zweite Stufe des Babysocken Häkeln steht ganz im Zeichen der Fußlänge. Verwenden Sie glatte oder gerippte Maschen, die Sie als halbe Stäbchen häkeln. Dies führen Sie so lange fort, bis die gewünschte Fußlänge erreicht ist. Meist brauchen Sie hier bloß zehn Runden. Sollten die Socken für größere Kinder gedacht sein, müssen Sie die Runden entsprechend anpassen.
     
  3. Nun folgt die dritte Stufe, bei der es um das Setzen der Ferse geht. Für die erste Reihe der Ferse muss dafür eine Wendeluftmasche gesetzt werden. Danach müssen Sie eine Masche übergehen, nun folgen zwei feste Maschen und eine Kettmasche, die wiederum in die nächste Masche gehäkelt werden müssen. Danach folgt immer eine Wendeluftmasche, die Reihenfolge wird mit dem Übergehen der Kettmasche der vorigen Reihe und dem Zunehmen einer Masche fortgesetzt. Bis zur vorletzten festen Masche werden feste Maschen in die Vorreihe gehäkelt, dabei wird immer eine Masche zugenommen. Die Kettmasche kommt in die nächste freie Masche und wird in der letzten Fußrunde befestigt. Je eine Fersenmasche wird also immer in der ersten und in der letzten Masche der vorigen Reihe zugenommen. Insgesamt werden etwa zehn Reihen benötigt.
     
  4. Der vierte Schritt ist bereits der letzte! Sie brauchen nun nämlich nur noch den Schaft zu häkeln und sind schon fertig. Entscheiden Sie selbst, wie lang der Schaft werden soll – möchten Sie eher kurze Babysocken häkeln oder Socken mit ganz normaler Schaftlänge? Häkeln Sie den Schaft über die Maschen, die sich an der Ferse befinden, und gehen Sie in Runden mit halben Stäbchen über die freien Maschen des Fußteils.
     

Noch ein Wort zur Farbwahl: Sollten Sie nicht wissen, ob ein Mädchen oder ein Junge geboren wird, setzen Sie besser auf neutrale Farben. Grün und Weiß können von beiderlei Geschlecht getragen werden. Auch ein tiefes Rot ist für neutrale Socken gut geeignet. Mit einer sehr kräftigen Farbe laufen allerdings die Eltern immer Gefahr, dass die Söckchen beim Waschen färben – pastellige Töne sind daher oftmals die bessere – weil wasch- und elternfreundlichere – Wahl.


Bildnachweis: © schwarzer.de

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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