Angst beim Zahnarztbesuch? Das hilft Kind & Eltern!

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Wer Angst beim Zahnarztbesuch hat, der muss in erster Linie gegen sich selbst kämpfen – doch dieser Kampf ist machbar. Diese Tipps helfen sowohl Eltern als auch dem Kind, um die Angst vor dem Zahnarzt zu überwinden.

Wie die Eltern, so das Kind

Für viele Erwachsene ist der Besuch beim Zahnarzt jedes Mal aufs Neue ein Horrortrip, denn nicht selten haben die Eltern vor dem Besuch beim Zahnarzt mehr Angst als die Kinder. Doch genau dieser Sachverhalt birgt echte Risiken: Sobald die Eltern nur einen Bruchteil ihrer Sorgen verlauten lassen, wird das Kind hellhörig: Was muss das für ein schlimmer Arzt sein, wenn sogar Mama oder Papa vor ihm Angst hat? Es gilt aus diesem Grund, in jedem Fall zu vermeiden, eventuelle Sorgen und Befürchtungen vor den Ohren des Kindes zu äußern. In aller Regel sind es nämlich am wenigsten die Kinder selbst, die Angst vor dem Zahnarzt haben, denn ein von extern vermitteltes Gefühl.

Damit Angst beim Zahnarztbesuch nicht die Regel für Ihren Nachwuchs wird, sollten Sie also stets darauf achten, den Zahnarztbesuch mit etwas Positivem zu verknüpfen. Gespräche vorab, die auf die Relevanz und den Ablauf einer Routineuntersuchung hinweisen sind ebenso wichtig wie eine Belohnung nach dem Besuch beim Dentisten. Ob dies nun lobende Worte sind oder sogar ein Besuch bei der Eisdiele, das hängt maßgeblich von den Eltern ab. Fakt ist: Wer möchte, dass die Kinder keine Angst beim Zahnarztbesuch entwickeln, sollte stets die Untersuchung mit etwas Angenehmen verbinden. Diese positive Konditionierung wirkt beim Nachwuchs wahre Wunder! Doch was tun, wenn die Eltern selbst dem Zahnarztbesuch mit Grauen entgegensehen?

Damit Angst beim Zahnarztbesuch nicht die Regel für Ihren Nachwuchs wird, sollten Sie also stets darauf achten, den Zahnarztbesuch mit etwas Positivem zu verknüpfen. (#01)

Damit Angst beim Zahnarztbesuch nicht die Regel für Ihren Nachwuchs wird, sollten Sie also stets darauf achten, den Zahnarztbesuch mit etwas Positivem zu verknüpfen. (#01)

Angst beim Zahnarztbesuch: Abhilfe für den Elternteil

Nicht wenige Erwachsene haben selbst großen Respekt vor dem Zahnarzt – und das kommt meist nicht von ungefähr. Schmerzhafte Erfahrungen an unangenehme Eingriffe sind der häufigste Grund für die Abneigung vor dem Zahnarztbesuch. Um die Angst vor dem Zahnarzt zu überwinden, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, wie man hier lesen kann. Die Art und Weise hängt auch stark davon ab, wie groß der Respekt vor dem Zahnarztbesuch wirklich ist.

Zunächst gilt es, die eigene Angst zu ergründen. Weshalb ist mein eigenes Unwohlsein vor einem Zahnarztbesuch so groß? Diese Frage sollte möglichst ausführlich und ehrlich beantwortet werden. Oftmals sind es, wie oben beschrieben, Erinnerung an einen schmerzhaften Eingriff, die die Angst eines Patienten beflügeln.

In einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch kann diese Angst schnell beseitigt werden. Zahnärzte sind zunehmend auf die Problematik der Angstpatienten sensibilisiert und können durch fach- und sachgerechte Aufklärungsarbeit einen Großteil der Ängste und Sorgen der Patienten nehmen.

Für Angstpatienten besteht im schlimmsten Falle die Möglichkeit, einen Eingriff unter einer Vollnarkose durchführen zu lassen. In besonders harten Fällen wird außerdem oft empfohlen, eine Hypnose durchführen zu lassen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Angst beim Zahnarztbesuch und vor der Untersuchung einzudämmen. Ratsam ist es jedoch mit sanften Mitteln selbst an sich zu arbeiten.

Video:Die Angst vor dem Zahnarztbesuch

Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Wer Angst vor dem Zahnarzt hat, kann dieser ebenfalls mit sanften Mitteln begegnen. Es muss nicht immer die Vollnarkose oder eine Hypnose sein, um die eigene Ängste zu überwinden. Generell gilt die Devise: Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Lassen Sie also erst gar nicht zu, dass der Zahnarzt einen Eingriff vornehmen muss. Dies ist auch im Hinblick auf die Erziehung des eigenen Nachwuchses sinnvoll: Wer regelmäßig seine Zähne putzt und auf eine ausgewogene Mundhygiene achtet, der vermittelt seinem Kind ebenfalls die Relevanz des Zähneputzens. Zusammen mit dem Nachwuchs kann die Routine des Zähneputzens täglich zweimal durchgegangen werden, sodass die Kleinen bereits im Kindesalter verinnerlichen, wie wichtig es ist, die Zähne zu putzen.

Gleichzeitig hat eine sorgfältige Mundhygiene aber auch den Vorteil, dass weiche und harte Beläge, in denen sich Bakterien tummeln, nicht im Mund sammeln können. Karies, Parodontitis und anderen Krankheiten wird durch das regelmäßige Zähneputzen also effektiv vorgesorgt. Diese Gewissheit nimmt einen Großteil der Angst vor dem Zahnarzt.

Wer als Elternteil immer noch Respekt vor dem Besuch beim Dentisten hat, der kann ebenfalls ein pflanzliches Beruhigungsmittel einnehmen: Ob Baldrian, Bachblüten oder Johanniskraut – was hilft, das ist erlaubt. Nicht selten ist übrigens der Placeboeffekt dabei größer als die Wirkung des eigentlichen Mittels.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Angst beim Zahnarztbesuch und vor der Untersuchung einzudämmen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Angst beim Zahnarztbesuch und vor der Untersuchung einzudämmen. (#02)

Angst beim Zahnarzt: Frohen Mutes in die Praxis!

Zunächst gilt es, dass einmal die Eltern an ihrer Angst vor dem Zahnarzt arbeiten. Wenn ein Elternteil zu große Probleme mit dem Besuch beim Zahnarzt hat, sollte unbedingt darauf verzichtet werden, dass das Kind mit diesem zum Dentisten geschickt wird. Die feinen, zwischenmenschlichen Antennen der Kids orten sofort, dass etwas nicht stimmt, woraufhin sich auch das Gefühl des Unwohlseins auf die lieben Kleinen überträgt. Was ist jedoch zu tun, wenn die Kinder selbst Angst vor dem Zahnarzt haben?

In erster Linie sollten die Lieben kleinen mit aufmunternden Worten auf den Besuch in der Praxis vorbereitet werden. Dabei es ist wichtig, dass die Eltern die Sorgen der Kids ernst nehmen und die Ängste nicht leicht abhandeln. Gleichzeitig gilt es aber auch, authentisch zu bleiben und dem Nachwuchs keine falschen Versprechungen zu machen. Steht ein Eingriff bevor, dann wären Worte wie „Das tut überhaupt nicht weh“ ein Vertrauensbruch.

Vielmehr gilt es hier, das Vertrauen in den Zahnarzt zu stärken und den Kindern keine falschen Illusionen zu machen. „Der Zahnarzt tut alles, dass es dir nicht wehtut“ drückt einerseits ein positives Gefühl gegenüber dem Zahnarzt aus und stellt andererseits keine falschen Behauptungen auf. Keinesfalls sollte den Kindern vor dem Besuch beim Zahnarzt Druck gemacht werden. Auch Aussagen wie „Putz deine Zähne, sonst muss der Zahnarzt bohren“ sind häufig kontraproduktiv und schüren falsche Befürchtungen.

So wird der Zahnarztbesuch mit dem Kind zum Erfolg

Angst vor dem Zahnarzt – viele Dentisten kennen das Problem und haben bereits vorgesorgt. Spezielle Sprechstunden für Kinder oder eine Kinderprophylaxe haben den Vorteil, dass sie speziell auf die Bedürfnisse der Kleinen ausgerichtet sind.

Oftmals arbeiten die Zahnärzte hier selbst mit Belohnungen: Eine kleine Aufmerksamkeit nach der Routineuntersuchung bewirkt Wunder und bringt Ihre Kinder sogar dazu, sich auf den nächsten Zahnarztbesuch zu freuen. Nicht selten kommt es also auf den richtigen Zahnarzt und sein Händchen für Kinder an. Achten Sie also bereits vor der Wahl des Dentisten auf sein Sympathiepotenzial.

Damit sich die lieben Kleinen beim Arzt wohlfühlen ist es wichtig, dass alle Sorgen genommen werden und auch etwas Vertrautes in Reichweite ist. Oftmals sind die Eltern nicht ausreichend genug. Es empfiehlt sich daher, das Lieblingsplüschtier des Kindes mit in die Praxis und sogar auf den Behandlungsstuhl zu nehmen. In sicherer Reichweite kann sich Ihr Kind an seinem plüschigen Freund festhalten und so die ärztliche Untersuchung schnell und ohne Sorge durchführen lassen.

 Bei einem Kombitermin mit Ihrem Kind – das geht jedoch nur, wenn die Eltern selbst keine Probleme mit dem Zahnarzt haben – können Sie es vormachen:

Bei einem Kombitermin mit Ihrem Kind – das geht jedoch nur, wenn die Eltern selbst keine Probleme mit dem Zahnarzt haben – können Sie es vormachen. (#03)

Selbst als gutes Beispiel vorangehen

Wer selbst als gutes Beispiel vorangeht und dem Nachwuchs zeigt, dass ein Besuch beim Zahnarzt etwas ganz Normales ist, dass ebenso wichtig ist wie das Putzen der Zähne, der hat schon die halbe Miete. Bei einem Kombitermin mit Ihrem Kind – das geht jedoch nur, wenn die Eltern selbst keine Probleme mit dem Zahnarzt haben – können Sie es vormachen: Lassen Sie Ihre Routineuntersuchung zuerst durchführen. Ihr Kind hat dann bereits den Ablauf der Vorsorgemaßnahme gesehen und weiß selbst, was auf es zukommt.

Die Untersuchung Ihres Nachwuchses wird dann im Handumdrehen über die Bühne gehen, ganz frei von Angst oder Bedenken. Das Wichtigste beim Zahnarztbesuch ist und bleibt die Einstellung, mit der Sie zur Untersuchung gehen. Vermitteln Sie Ihrem Kind ein positives Gefühl, denn so gehört Angst vor dem Zahnarzt in Kürze der Vergangenheit an!


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:romaset-#01:dreamsnavigator-#02: Syda Productions-#03: BlueSkyImages

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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