Lustige Kniereiter

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Der schönste Platz für Babys und Kleinkinder ist der Schoß oder Arm von Mama und Papa. Hier fühlen sie sich sicher, von hier aus kann die Welt bestaunt und erkundet werden. Nirgendwo fühlen sich Kinder besser aufgehoben, spüren die Wärme und Nähe der vertrauten Person ganz intensiv. Der ideale Ort für Kniereiter!

Kniereiter sind kleine Liedchen oder Reime, bei denen sich das Kind auf ihren Schoß setzt und sie gemeinsam Bewegungen dazu ausführen. Ob hopsen, traben, wackeln oder plumpsen – die Kleinen haben ihren Spaß! Gebannt lauschen sie der Stimme und warten auf die entsprechende Bewegung.

Gleichzeitig fördern sie mit Kniereiter die Entwicklung seiner Lernfähigkeit und des Gleichgewichtssinns. Ob im Wartezimmer oder im Restaurant, mit lustigen Kniereitern überbrücken sie so manche Wartezeit und Langeweile.

Während es einige Kinder ganz wild mögen, bevorzugen andere ruhige und zarte Kniereiter. Hier einige Anregungen für jedes Naturell:

Der Klassiker I: Hopp, hopp, hopp – Pferdchen lauf galopp!

Hopp, hopp, hopp –
Pferdchen lauf galopp!
Über Stock und über Stein,
aber brich dir nicht das Bein!
Hopp, hopp, hopp –
Pferdchen lauf galopp.

Tipp, tipp, tapp –
wirf mich nur nicht ab!
Zähme deine wilden Triebe,
Pferdchen, tu es mir zu liebe.
Tipp, tipp, tapp –
wirf mich nur nicht ab!

Brr, brr, he –
Pferdchen steh‘ jetzt, steh‘!
Will dir doch nur Hafer bringen,
kannst gleich wieder weiterspringen!
Brr, brr, he –
Pferdchen steh‘ jetzt, steh‘!

Während des Liedchens trabende Bewegungen mit den Knien nachspielen.

Der Klassiker II: Hoppe, hoppe Reiter

Hoppe, hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er!
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in den Sumpf,
dann macht der Reiter ‚plumps‘!

Während des Liedchens trabende Bewegungen mit den Knien nachspielen. Am Ende das Kind ‚herunterfallen‘ lassen.

Schneckenpost

Ri, ra, rutsch,
wir fahren mit der Kutsch.
Wir fahren mit der Schneckenpost,
weil es keinen Pfennig kost‘.
Ri, ra, rutsch,
wir fahren mit der Kutsch.

Während des Liedchens rutschende Bewegungen mit den Knien nachspielen.

Dickmadame

Eine kleine Dickmadame
fuhr mal mit der Eisenbahn.
Eisenbahn die krachte –
Dickmadame die lachte.

Wenn die Eisenbahn ‚kracht‘, Kind zwischen die Beine ‚durchfallen‘ lassen.

Das Pony und Conny

Ich bin ein kleines Pony,
mein Reiter, der heißt Conny.
Und ruf Conny mal ‚Hopp‘,
dann laufe ich Galopp.

Ich bin ein kleines Pony,
mein Reiter, der heißt Conny.
Wird mit die Puste knapp,
dann laufe ich im Trab.

Ich bin ein kleines Pony,
mein Reiter, der heißt Conny.
Komm‘ ich mal nicht mehr mit,
dann laufe ich im Schritt.

Ich bin ein kleines Pony,
mein Reiter, der heißt Conny.
Und bin ich schon ganz schlapp,
dann werf‘ ich Conny ab!

Die Bewegungen der Knie werden dem Tempo des Ponys angepasst (Gallopp – schnell, Schritt – langsam). Am Ende lassen sie das Kind nach hinten ab oder zwischen die Beine ‚durchfallen‘.

Segelpartie der Familie Igel

Igels machten Sonntag früh
eine Segelbootpartie.
Und die Kinder jauchzten so,
denn das Boot es schaukelt so!
‚Passt gut auf,‘ spricht Mutter Igel,
‚denn ihr habt ja keine Flügel!
Wenn ihr dann ins Wasser fallt,
ja, dann wird es nass und kalt!‘

Die Geschichte wird auf den Knien über Bewegungen miterzählt: erst leichtes Schaukeln von einem auf das andere Bein, beim ‚Jauchzen‘ und ‚Schaukeln‘ heftiger werden. Mit dem erhobenen Zeigefinger Mutter Igel sprechen lassen, Flügel nachspielen und schließlich die Kinder ins Wasser fallen lassen!

 

Fahrrad fahren

Vor – zurück, vor – zurück,
nimm mein Rad und fahr‘ ein Stück!
Hin und her, hin und her,
Fahrrad fahren ist nicht schwer!
Rundherum, rundherum,
auf einmal fällt es um, bumm!

Mit dem Kind auf den Knien sich vor und zurück lehen, dann nach rechts und links. Kreisende Bewegungen mit dem Kind in den Armen und schließlich das Kind herunterfallen lassen oder gemeinsam umfallen.


Bildnachweis: © freeimages.com – Afonso Lima

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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