Drittel aller Schulen sowie acht Prozent Schüler erleben Filmprojekt

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Mit der Rekordzahl von über 1.060.000 Anmeldungen in mehr als 850 Kinos schlossen die SchulKinoWochen 2025/26 erfolgreich ab. Das Angebot von VISION KINO und Kooperationspartnern erreichte 25.000 mehr Besucherinnen und Besucher als im Vorjahr. Besonders in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen wurde eine bislang nicht erreichte Teilnahmequote erzielt. Insgesamt nahmen ein Drittel aller Schulen und acht Prozent der Schülerinnen und Schüler deutschlandweit teil. Dieses Projekt stärkt mediale Bildung nachhaltig.

Bremen, Hessen und weitere Länder verzeichnen Rekordzahlen bei SchulKinoWochen

Die jüngste Ausgabe der SchulKinoWochen verzeichnete mit rund 1,06 Millionen Teilnehmer ein deutliches Wachstum von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In über 850 Kinos meldeten sich mehr als 25.000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler an, wodurch das Gesamtvolumen auf ein neues Rekordniveau stieg. Besonders in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen trugen atypisch hohe Anmeldezahlen zu diesem Erfolg bei. Das von VISION KINO mit Landespartnern organisierte Projekt ist das größte Filmbildungsangebot.

Sinnliche Kinobilder und Diskurse schärfen Urteilskraft und stärken Medienkompetenz

Das Kino fungiert als multisensorischer Lernraum, in dem großformatige Projektionen den Fokus auf visuelle Details, Bildkomposition und Farbdramaturgie lenken. Ergänzt durch authentische Tonkulissen entfaltet sich das filmische Potenzial als unmittelbare didaktische Ressource. Strukturierte Diskussionseinheiten im Anschluss ermöglichen Schülern, filmsprachliche Elemente systematisch zu untersuchen und gesellschaftliche Botschaften kritisch zu hinterfragen. Diese Kombination aus Sinnesreiz, analytischer Reflexion und Gruppendialog trägt wesentlich zur langfristigen Entwicklung von Medienkompetenz bei und fördert effektives, nachhaltiges Lernen.

Cellistin Kirscha Weber und Pianist Ernst Bechert interpretieren Lütte

Die Hamburger SchulKinoVeranstaltung eröffnete mit einer außergewöhnlichen Live-Performance: Cellistin Kirscha Weber und Pianist Ernst Bechert begleiteten den Stummfilm „Lütte“ mit eigens arrangierten Melodien und untermalten so Schauplatz- und Charakterentwicklung. Parallel fanden in mehreren Bundesländern exklusive Vorführungen des Films „Das Geheime Stockwerk“ für Klassen ab der fünften Stufe statt. Hier diskutierten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss mit Regie- und Produktionsteams über Entstehungsprozesse und dramaturgische Entscheidungen, professionell intensiv anschaulich und interaktiv.

Französische Filmlegenden bei SchulKinoWochen Hessen diskutiert von Alain Bergala

Die Jubiläumsveranstaltung der SchulKinoWochen Hessen integrierte eine thematische Doppelschau zu den Grundpfeilern der Nouvelle Vague. Gezeigt wurden Jean-Luc Godards ikonischer A Bout de Souffle sowie Richard Linklaters gleichnamige Hommage Nouvelle Vague. Zur fachlichen Vertiefung lud man Filmtheoretiker Alain Bergala ein, der aus Paris anreiste. In einem moderierten Gespräch mit Oberstufen-Schülern analysierte er narrative Strukturen, filmische Ästhetik und den historischen Kontext dieser französischen Bewegung detailliert, lehrreich, kritisch fachkundig.

Dialog zwischen Schüler und Filmschaffenden im regulären SchulKinoWochen Programm

Im Mittelpunkt des regulären Programms standen Begegnungen zwischen Filminteressierten und Kreativen der Branche. Erleben konnten die Gruppen Gespräche mit Wim Wenders, Schöpfer von „Die Gebrüder Skladanowsky“, Drehbuchautorin Laila Stieler, Regisseur Andreas Dresen mit seinem Werk „In Liebe, Eure Hilde“, Schauspielerin Halima Ilter („Sieger sein“) sowie den Regisseurinnen Cornelia Grünberg („Achtundzwanzig – Der Weg entsteht im Gehen“) und Martina Priessner („Die Möllner Briefe“). Diskussionen förderten Reflexion zu Filmästhetik, Dramaturgie und kreativen Prozessen.

Sonderreihe beleuchtet aktuelle Pressefreiheit und Grundrechte anhand ausgewählter Dokumentarfilme

Die Sonderreihe „Demokratische Grundrechte schützen“ wurde gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung realisiert und richtete den Fokus auf den Dokumentarfilm Hinter den Schlagzeilen. Zusätzlich gliederten sich Programmblöcke zu den „17 Zielen – Kino für eine bessere Welt“ sowie zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft in das Angebot ein. In über sechshundert moderierten Filmgesprächen diskutierten Fachleute aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit jungen Menschen zentrale politische, gesellschaftliche und ethische Fragestellungen.

Umfangreiche Unterrichtspakete boten innovatives Praxiswissen, digitale Tools und Fortbildungsoptionen

Lehrkräfte erhielten ein breitgefächertes Fortbildungsangebot mit didaktisch aufbereiteten Arbeitsblättern, multimedialen Lerneinheiten und digitalen Schulungstools. Ein zentrales Element war das ganztägige Seminar „Damals in der DDR: Zwischen Staatssicherheit und Ostalgie?“, konzipiert in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Darin wurden typische Filmklischees identifiziert, filmanalytische Zugänge vorgestellt und methodische Ansätze zur kritischen Reflexion historischer Narrationen im Unterricht praxisnah vermittelt, teilnehmerorientiert aktivierend fachspezifisch multiperspektivisch einsatzfähig nachhaltig transferfördernd kompetenzsteigernd evaluativ ressourcenorientiert kooperativ anpassbar.

Die SchulKinoWochen schaffen durch gemeinschaftliches Filmschauen einen intensiven Dialograum für Jugendliche. In über 850 Kinos erproben Klassen ihre kritische Haltung anhand ausgewählter Spielfilme und Dokumentationen. Moderierte Nachgespräche regen zur Reflexion von Medieninhalten an und sensibilisieren für filmische Gestaltungselemente. Ergänzend stellen Lehrer didaktische Begleitmaterialien bereit, während Filmexperten Einblicke in Produktionsprozesse geben. Das Konzept verbindet sinnliche Wahrnehmung mit kognitiver Auseinandersetzung und stärkt soziale Kompetenz im Schulbetrieb mit regionaler Vielfalt und medienpädagogische Workshops.

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