Kinderreime
Reime für Kinder




Wer kennt sie nicht mehr, Reime aus der Kindheit, die man nicht vergißt. Schon die Oma tröstete mit ‘Heile, heile, Segen, …’ und gerne setzt man diese Traditionen fort.
Reime zu kennen und zu pflegen ist immer nützlich: Kinder haben Spaß und Freude am Zuhören oder Mitsprechen und Reime sind eine sinnvolle Beschäftigung für Situationen, in denen oft kein anderes Spielen möglich ist. Im Wartezimmer, auf Autofahrten oder im Restaurant – die Zeit, die sie ihrem Kind mit erzählten Reimen schenken, lohnt doppelt.
Denn Reime sind eine gezielte Maßnahme zur Förderung der Spache: Reime wirken sich positiv aus auf die Entwicklung des Sprachsinnes, die Erweiterung des Wortschatzes und sie führen zu einer besseren Aussprache. Gleichzeitig werden mit Kinderreimen das Gedächtnis, die Konzentration und letztlich auch die Erfassung von kleinen Texten trainiert.
Die Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel. Auch die Melodie der Sprache und der Rhythmus des Sprechens werden durch Kinderreime sehr gefördert. Eine ausdrucksvolle und dynamisch Sprache erleichtert dem Zuhörer das zuhören und somit dem Sprecher das Vortragen.
Ein weiterer Vorteil von Kinderreimen liegt darin, dass Kinder das Gefühl verspüren etwas zu kennen und zu können! Und dies wiederum führt zu Wohlbehagen und Sicherheit.

Hier einige Anregungen, die Spaß und Freude bringen:

Backe, Backe, Kuchen

Backe, Backe, Kuchen,
der Bäcker hat gerufen,
„Wer will guten Kuchen backen?
Der muss haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Zucker und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl.“
Schieb’, schieb’ in den Ofen rein!

Morgens früh um sechs

Morgens früh um sechs, kommt die kleine Hex’.
Morgens früh um sieben, schält sie gelbe Rüben.
Morgens früh um acht, wird Kaffee gemacht.
Morgens früh um neune, geht sie in die Scheune.
Morgens früh um zehne, holt sie Holz und Späne.
Feuert an um elf, kocht dann bis um zwölf
Fröschlein, Krebs und Fisch,
Kinder kommt zu Tisch!

Regen

Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf.
Und wenn’s genug geregnet hat, dann hört es wieder auf.

Regen, Regentröpfchen

Regen, Regentröpfchen,
es regnet auf mein Köpfchen.
Regen, Regen, Mauseschwanz,
nass ist schon die Erde ganz!

Mit Messer, Gabel und Löffel

Herr Löffel und Frau Gabel,
die zankten sich einmal.
Der Löffel sprach zur Gabel:
Frau Gabel, halt den Schnabel,
du bist ja bloß aus Stahl!

Frau Gabel sprach zum Löffel:
Ihr seid ein großer Töffel
mit eurem Gesicht aus Zinn,
und wenn ich euch zerkratze
mit meiner Katzentatze,
so ist eure Schönheit hin!

Das Messer lag daneben
und lachte: Gut gegeben!
Der Löffel aber fand:
Mit Herrn und Frau aus Eisen
ist nicht gut Kirschen speisen,
und küsste Frau Gabel galant - die Hand.

Chr. Morgenstern

Muh, muh, muh!

Muh, muh, muh! So ruft im Stall die Kuh.
Die gibt uns Milch und Butter,
wir geben ihr das Futter.
Muh, muh, muh! So ruft im Stall die Kuh.

Meine Mutter

Meine Mu,
meine Mu,
meine Mutter schickt mich her,
ob der Ku,
ob der Ku,
ob der Kuchen fertig wär.

Wenn er no,
wenn er no,
wenn er noch nicht fertig wär,
käm ich mo,
käm ich mo,
käm ich morgen wieder her.

Dunkel war’s, der Mond schien helle

Dunkel war’s, der Mond schien helle,
Schnee lag auf der grünen Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die gerade Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.
Daneben saß auf einer grünen Banke,
die rot angesrichen war,
ein blondgelockter Jüngling
mit kohlpechrabenschwarzem Haar.
- in der Hand ‘ne Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.

Heile, heile Gänschen

Heile, heile Gänschen,
das Gänschen hat ein Schwänzchen.
Heile, heile Mäusedreck,
und schon ist dein Aua weg.

Heile, heile Segen

Heile, heile Segen,
drei Tage Regen,
drei Tage Schnee,
tut’s dem Kindchen nimmer weh!

Heile, heile Segen,
drei Tage Regen,
drei Tage Sonnenschein,
Bald wird’s wieder besser sein!

ABC

ABC,
die Katze lief in’ Schnee,
und als sie wieder raus kam,
da hat sie weiße Stiefel an.
Oh jemineh, oh jemineh,
die Katze lief in’ Schnee.

Auf dem Berge Sinai

Auf dem Berge Sinai,
wohnt der Schneider Kikriki,
seine Frau, die Margarete,
saß auf dem Balkon und nähte,
fiel herab, fiel herab,
und das linke Bein brach ab.
Kam der Doktor hergerannt
mit der Nadel in der Hand,
näht es an, näht es an,
daß sie wieder laufen kann.

Der Frosch

Denkt euch nur, der Frosch ist krank,
lieget auf der Ofenbank,
quakt nun schon, wer weiß wie lang,
denkt euch nur, der Frosch ist krank.

Lirum larum Löffelstiel

Lirum larum Löffelstiel,
alte Weiber essen viel,
junge müssen fasten.
Das Brot, das liegt im Kasten,
das Messer liegt daneben,
ei! Was ein lustig Leben!

Heile, heile, Segen

Heile, heile, Segen,
drei Tage Regen,
drei Tage Schnee,
dann tut’s schon nicht mehr weh!

Ich ging einmal nach Butzlabee

Ich ging einmal nach Butzlabee,
da kam ich an ein’ großen See,
da kam ich an ein Mühlenhaus,
da schauten drei Hexen zum Fenster raus.
Die erste sprach: “Komm iss mit mir!”
Die zweite sprach: “Komm trink mit mir!”
Die dritte nahm den Mühlenstein
und warf ihn mir ans linke Bein.
Da schrie ich laut: „O weh, O weh,
ich geh nie mehr nach Butzlabee!“

Guten Tag, Herr Hagen

Guten Tag, Herr Hagen,
darf ich Sie fragen,
welchen Kragen,
Sie getragen
auf der Fahrt nach Kopenhagen?