So klappt es mit der Motivation in der Schule

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Lehrer zu sein, ist nicht immer leicht. Denn Schüler haben oft anderes im Sinn, als in der Schule aufzupassen. Hier wird getuschelt, dort wird gelacht, und schon verwandelt sich das Klassenzimmer in ein Tollhaus. Dann muss der Lehrer durchgreifen, um die Oberhand im Klassenraum zu behalten. Solchen Situationen kann der Pädagoge vorbeugen, indem er dafür sorgt, dass die Kinder stets motiviert sind. Dann werden sie Neues viel lieber und leichter aufnehmen. Doch wie kann ein Lehrer seine Schulkinder motivieren?

Warum ist Motivation so wichtig?

Viele Kinder fangen von alleine nicht an zu lernen, viel zu verlockend ist das Freizeitangebot. Besonders in den ersten Jahren ist es aber wichtig, dass Kinder lernen, richtig zu lernen. Das geht nur mit ständiger Übung, sonst kann es sein, dass sie später an einer weiterführenden Schule Probleme bekommen oder schon im Übertrittsjahr nicht die Leistung erbringen, um die gewünschte Schule besuchen zu dürfen.

Deshalb ist es wichtig, Schulkinder schon früh zu motivieren. Natürlich sind hier auch die Eltern gefragt. Sie müssen ihren Nachwuchs zu Hause geduldig beim Lernen unterstützen und auch, wenn es mal nicht so klappt, die richtigen Worte finden. Einen wichtigen Teil tragen aber auch die Lehrer in der Schule zur Motivation der Kinder bei.

Abwechslung ist gefragt!

Wenn es um die Motivation von Kindern  in der Schule geht, ist Abwechslung sehr wichtig. Immer die gleichen Phrasen werden die Kinder langweilen und das genaue Gegenteil bewirken. Als Pädagoge muss ein Lehrer darüber hinaus den Charakter jedes einzelnen Kindes erkennen und individuell bewerten können. Dementsprechend muss er auch verschiedene Motivationsworte und -methoden für jedes Kind parat haben.

Abwechslung ist aber auch das Stichwort, wenn es um die Unterrichtsgestaltung per se geht. Müssen die Schüler stets nur Arbeitsblätter ausfüllen, wird das schnell langweilig und die Motivation sinkt. Vielmehr sollte die Lehrperson ein abwechslungsreiches Lehrprogramm aufstellen. Von Lernspielen, wie sie zum Beispiel auf elternwissen.com zu finden sind, über audiovisuelle Medien bis zu interaktiven Lehrmethoden sind dem Pädagogen keine Grenzen gesetzt.

Lehrer zu sein, ist nicht immer leicht. Denn Schüler haben oft anderes im Sinn, als in der Schule aufzupassen. Hier wird getuschelt, dort wird gelacht, und schon verwandelt sich das Klassenzimmer in ein Tollhaus.(#01)

Lehrer zu sein, ist nicht immer leicht. Denn Schüler haben oft anderes im Sinn, als in der Schule aufzupassen. Hier wird getuschelt, dort wird gelacht, und schon verwandelt sich das Klassenzimmer in ein Tollhaus.(#01)

Welche Arten der Motivation in der Schule gibt es?

In Fachkreisen wird üblicherweise zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden. Die intrinsische Motivation geht vom Lernstoff selbst aus. Der Schüler ist dabei durch sein Interesse und seine Wissbegier so motiviert, dass er den Lernstoff von sich aus gerne aufnimmt. Die extrinsische Motivation hingegen sorgt durch äußere Faktoren für den Antrieb des Lernenden. Das beste Beispiel sind die Noten. Ein extrinsisch motivierter Schüler lernt nicht, weil ihn der Stoff besonders interessiert, sondern damit er gute Noten bekommt. Diese Art der Motivation kann der Lehrer einfacher beeinflussen.

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Beispiele für extrinsische Motivationsmethoden

Eine gute Möglichkeit, Kinder extrinsisch zu motivieren, bietet sich durch die Nutzung von Motivstempeln. Auf stempel-schilder-druck.de können diese individuell gestaltet werden. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, verschiedene Sprüche auf die Stempel drucken zu lassen. Jede Hausaufgabe kann dann individuell bewertet werden. Gut gelungene Arbeiten können mit einem „Weiter so“ oder „Gut gemacht“ gelobt werden, während Schüler mit einer misslungenen Hausaufgabe durch ein „Gib nicht auf“ oder ein „Das nächste Mal wird es wieder besser“ aufgebaut werden können.

Für die extrinsische Motivation kann es auch hilfreich sein, den Kindern Teilziele vor Augen zu führen, die sie erreichen können. Oft werden sie in der Schule mit einer Fülle an Lernstoff überhäuft, den sie scheinbar nicht bewältigen können. Besser ist es, den Kindern Teilaufgaben zu stellen, die sie dann Schritt für Schritt bewältigen können und an deren Ende sie immer wieder neue Motivationsschübe bekommen.

Noten sind eine extrinsische Methode, die zwar motivationsfördernd sein kann, in vielen Fällen aber leider genau das Gegenteil bewirkt. Jedes Kind möchte eine gute Note bekommen, denn diese sind motivierend und Belohnung für das Lernen. Dazu sollte der Lehrer aber immer auch ein paar lobende Worte finden, denn diese zeigen dem Kind, dass die Leistung bemerkt und auch gewürdigt wird. Schlechte Noten sind für viele Schüler leider kein Anreiz sich zu verbessern, sondern sorgen oft dafür, dass das Selbstwertgefühl beschädigt wird. Das kann zu weiteren schlechten Zensuren führen. Eltern und Lehrer müssen deshalb ein Kind mit einer schlechten Note besonders feinfühlig behandeln. Es muss verstehen, dass die Leistung nicht gut war, dass die nächste Zensur aber ganz bestimmt wieder besser wird.

Für die extrinsische Motivation kann es auch hilfreich sein, den Kindern Teilziele vor Augen zu führen, die sie erreichen können. Oft werden sie in der Schule mit einer Fülle an Lernstoff überhäuft, den sie scheinbar nicht bewältigen können. (#02)

Für die extrinsische Motivation kann es auch hilfreich sein, den Kindern Teilziele vor Augen zu führen, die sie erreichen können. Oft werden sie in der Schule mit einer Fülle an Lernstoff überhäuft, den sie scheinbar nicht bewältigen können. (#02)

Wie kann man die intrinsische Motivation steigern?

Auf den ersten Blick ist die intrinsische Motivation wesentlich schwieriger zu erreichen. „Entweder die Kinder interessieren sich für den Stoff oder eben nicht“, könnten Lehrer argumentieren, wenn es in der Klasse bei einem Thema mal nicht so läuft. Ganz so simpel ist es aber nicht. Lehrer können durchaus beeinflussen, wie Kinder ein Thema aufnehmen.

Ein trockenes Thema kann der Lehrende beispielsweise durch folgende Faktoren auflockern:

  • Nutzung verschiedener Medien (z.B. Videos, Overheadprojektor)
  • Digitalisierung mit einbeziehen (Internet, Smartphones, Tablets etc.)
  • Denkspiele
  • Gruppenarbeiten
  • Diskussionen
  • Verbesserte Lernumgebung (warme Wandfarben, genug Licht, Pflanzen im Klassenzimmer etc.)

Auch die Eltern müssen mit einbezogen werden

Um Kinder zum Lernen zu motivieren, sollten Lehrer auch die Eltern mit einbeziehen. Oft liegt das Problem nämlich nicht in der Schule, sondern zu Hause. Als Erwachsener ist es wichtig, sich in das Kind einzufühlen. Jedes Kind ist verschieden und geht mit dem Druck in der Schule anders um. Während ein Kind erst durch diesen Druck zur Höchstform aufläuft, wird ein anderes durch diesen verunsichert und erzielt schlechte Leistungen. Eltern sollten daher verstehen, dass es zwar wichtig ist, die Kinder zum Lernen zu bewegen, dass sie aber immer wieder den Druck von ihnen nehmen müssen.

Schließlich sind es aber auch die Eltern, die dafür sorgen müssen, dass ihr Nachwuchs genug Zeit zum Spielen bekommt. Neben der Schule, dem Lernen zu Hause und Freizeitaktivitäten wie Musikschule oder Fußballverein, ist es für Kinder sehr wichtig auch einfach mal frei spielen zu dürfen. Dazu gehört, dass sich ein Kind alleine beschäftigt, beispielsweise mit Legosteinen oder dem Malbuch, aber auch das Spielen mit Gleichaltrigen oder das Tollen im Freien. Um genug Zeit dafür zu finden, helfen unsere Tipps für einen durchgeplanten Alltag.

Um Kinder zum Lernen zu motivieren, sollten Lehrer auch die Eltern mit einbeziehen. Oft liegt das Problem nämlich nicht in der Schule, sondern zu Hause. Als Erwachsener ist es wichtig, sich in das Kind einzufühlen. Jedes Kind ist verschieden und geht mit dem Druck in der Schule anders um. (#03)

Um Kinder zum Lernen zu motivieren, sollten Lehrer auch die Eltern mit einbeziehen. Oft liegt das Problem nämlich nicht in der Schule, sondern zu Hause. Als Erwachsener ist es wichtig, sich in das Kind einzufühlen. Jedes Kind ist verschieden und geht mit dem Druck in der Schule anders um. (#03)

Lehrer sollten stets offen für Neues sein

Ältere Pädagogen neigen oft dazu, ihre altbewährten Lehrmethoden in jeder Klasse durchzusetzen. Die heutige Generation an Kindern wächst aber mit dem Internet und dem Smartphone auf und benötigt ein darauf zugeschnittenes Lehrprogramm. Lehrer sollten sich von der aktuellen Technik nicht abschrecken lassen, sondern sie viel mehr als neue Möglichkeit entdecken. Zum Beispiel können die Schulkinder zu Hause mit Hilfe des Internets einen Teil ihrer Hausaufgaben recherchieren.

Auch aktuelle Studien sollten Lehrer in ihren Unterricht mit einbeziehen. Immer wieder gelangen Experten zu neuen Erkenntnissen in der Kinderpsychologie. Davor sollten sich Lehrpersonen nicht verschließen. Stattdessen sollten sie neue Methoden mit in ihren Unterricht einbauen und diese selbst praktisch testen. So gibt es beispielsweise eine Studie, nach der Kinder mehr motiviert werden, wenn sie eine gute Note verteidigen müssen. Nach diesem Prinzip bekommen die Schüler bereits vor der erbrachten Leistung eine Note, die sich aber je nach Leistung verbessern oder verschlechtern kann.

Video:MUSTER STEMPELN mit Kindern | DIY Stempelrolle aus Nudelholz basteln für tolle DEKO und Bilder

Weitere Tipps für einen interessanten und anregenden Unterricht

  • Kontext erklären: Kindern fällt es meist leichter etwas zu lernen, wenn sie den Kontext verstehen. Lehrer sollten den Schülern deshalb klar machen, welchen Alltagsbezug der Lernstoff besitzt.
  • Inhalte verpacken: Spielerisches Lernen kann eine gute Abwechslung zu den traditionellen Lehrmethoden sein. Zum Beispiel kann der Unterrichtstoff in eine spannende Geschichte verpackt werden.
  • Feedback: Lehrer sollten stets genau die Reaktionen ihrer Schüler auf einzelne Lehrmethoden beachten. Wirken sie gelangweilt? Sind sie motiviert und arbeiten gut mit? Je nachdem kann die Lehrperson einschätzen, welche Methoden gut ankommen. Ergänzend hilft auch ein Feedback der Eltern.
  • Fleiß belohnen: Das heutige Schulsystem ist überwiegend darauf ausgerichtet, gute Leistungen zu belohnen. Lehrer sollten aber auch den Fleiß von Schülern anerkennen, auch wenn das Ergebnis nicht ganz gelungen ist.
  • Kinder nicht aufgeben: Immer wieder gibt es Kinder, die einfach nicht mit dem Lernen zurechtkommen. Das muss aber nicht heißen, dass sie es nicht versuchen. Vielleicht braucht dieses Kind eine individuelle Förderung. Auch psychische Erkrankungen, wie eine Depression, können der Grund für eine Lernschwäche sein. Dann sollte das Kind von einem Psychologen betreut werden.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:   STUDIO 11   #01: Alexandra Shyshkina-#02:SpeedKingz-#03: Elena Hramova

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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