Konzeption einer Kita erstellen: Tipps & Planung

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Mithilfe einer Konzeption plant die Kita ein langfristiges Vorhaben bzw. ihre pädagogische Ausrichtung. Eltern können sich ein Bild über die Einrichtung machen und über die Eignung für das eigene Kind entscheiden.

Konzeption einer Kita: Gute Beispiele verschiedener Einrichtungen

Die Konzeption einer Kita liest sich je nach Einrichtung immer anders. Dabei sollte der Grundaufbau immer gleich sein und bestimmte Dinge enthalten, die für die Betreuung und Förderung der Kinder wichtig ist. Eltern wollen wissen, ob die Kinder lediglich beaufsichtigt oder ob sie angeleitet werden.

Es muss bekannt sein, welche rechtlichen Aspekte berücksichtigt werden müssen und ob der Träger für eine bestimmte Ausrichtung des Kindergartens oder der Krippe steht. Es sind Fragen zu klären, die sich beispielsweise um die Themen Interkulturalität und pädagogische Weiterentwicklung drehen. Wichtig ist zudem die öffentliche Einsehbarkeit des Konzepts, wie es zum Beispiel bei der Klax Kita der Fall ist.

Hier wird im Rahmen der Konzeption unter anderem auf die folgenden Punkte eingegangen:

  • Faires Behandeln der Kinder – Erwachsene und Kinder auf einer Ebene
  • Förderung der kindlichen Kreativität
  • Bieten von Umgebungsanreizen
  • Sammlung von Erfahrungen ermöglichen
  • Förderung des Kontakts mit anderen Kindern
  • Begleitung durch Erwachsene
  • angemessene Förderung

Dieser Bereich, der durch die Klax Kita ausführlich formuliert wird, kann natürlich nur ein Teil der gesamten Konzeption sein, die sich zusätzlich auf viele weitere Punkte konzentrieren muss.

Eltern wollen wissen, was ihre Kinder in der Einrichtung erwartet. Worauf legen die Erzieher wert, welches pädagogische Konzept wird verfolgt?

Eltern wollen wissen, was ihre Kinder in der Einrichtung erwartet. Worauf legen die Erzieher wert, welches pädagogische Konzept wird verfolgt?(#01)

Konzeption der Kita: Nötig vor Betriebsaufnahme

Eltern wollen wissen, was ihre Kinder in der Einrichtung erwartet. Worauf legen die Erzieher wert, welches pädagogische Konzept wird verfolgt? Wo werden Meilensteine gesetzt, welche Entwicklung soll die Vorschulbildung nehmen? Die Konzeption der Kita muss diese Punkte beinhalten und steht bestenfalls schon vor Aufnahme des Betreuungsbetriebs zur Verfügung. Spätestens nach Anlaufen des Betriebs muss eine Konzeption erstellt werden.

Teilweise ist deren Überarbeitung auch nötig, wenn die Einrichtung bereits längere Zeit besteht und sich ihre Ausrichtung geändert hat oder wenn gesetzliche Neuerungen aufgenommen werden müssen. Verändern sich wichtige Dinge wie der Träger, die Anzahl der Betreuungsplätze, die Öffnungszeiten oder die Gruppenanzahl, muss die Konzeption ebenfalls angepasst werden.

Das Ziel dieser schriftlich auszuarbeitenden Konzeption besteht immer darin, die Grundsätze der Kita, den täglichen Ablauf sowie die Maßnahmen zur Qualitätssicherung anschaulich und verständlich darzustellen.

Die folgenden Aspekte müssen berücksichtigt werden und sollen sich in der Konzeption der Kita wiederfinden:

  • Beteiligungsmöglichkeiten in der Kita
  • Beschwerdemanagement
  • Sprachförderung
  • Partnerschaften für Bildung und Erziehung
  • Qualitätsmanagement
  • Kooperationen mit Schulen, Behörden, Ärzten usw
  • Transparenz für Eltern
Die meisten Tipps und Ratschläge zur Konzeption der Kita drehen sich vor allem um die Konzeptionsentwicklung und um die Themen, die hier aufgegriffen werden müssen.

Die meisten Tipps und Ratschläge zur Konzeption der Kita drehen sich vor allem um die Konzeptionsentwicklung und um die Themen, die hier aufgegriffen werden müssen.(#02)

Einleitend wird die Einrichtung umfassend vorgestellt. Die Lage der Kita, der geschichtliche Werdegang, die Gestaltung der Räume und des Außengeländes und die Vorstellung des Trägers sind für diesen Punkt relevant. Außerdem sollte das feste Kita-Team vorgestellt werden, denn die Eltern wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Vorstellungen mit Namen und Bild sind besonders gefragt, wichtig ist überdies die Darstellung der Qualifikation des Personals.

Danach geht es um das pädagogische Leitbild, denn dies ist der zentrale Punkt einer jeden Kita. Wie wird das Kind und seine Entwicklung seitens der Erzieher gesehen? Welche Leitziele gibt es und wie sollen diese erreicht werden? Wie kann eine besondere und individuelle Förderung der Kinder ermöglicht werden? Wichtig ist überdies vor allem in Städten mit mehreren Kitas, den Vorteil gegenüber anderen Einrichtungen und gegenüber der Betreuung durch eine Tagesmutter darzustellen.

Wichtig ist überdies, wie sich Eltern beteiligen können. Was wird von ihnen gefordert und wo sind freiwillige Leistungen gern gesehen? Gibt es Eltern- und Kita-Vertreter und wann ist ein Austausch zwischen allen Beteiligten möglich? Welche persönliche Weiterentwicklung bzw. Weiterbildung der Erzieher wird angestrebt und gibt es Besprechungen des Teams?

Diese Punkte können weiter ausgeführt werden, bis eine tatsächlich transparente Übersicht über die Kita entsteht. Selbst diejenigen, die noch kein Kind in der Einrichtung haben, sollen sich ein Bild über die täglichen Abläufe und die Ausrichtung der Kita machen können. Sie sollen wissen, was sie erwartet und wie das eigene Kind gefördert werden kann.

Die Themen Interkulturalität und Förderung stehen vor allem in Einrichtungen mit vielen Kindern, bei denen der Betreuungsschlüssel weniger optimal ist, im Raum. Kein Elternteil möchte, dass das eigene Kind „untergeht“ und will vorab wissen, was dafür getan werden kann, um es als Individuum entsprechend seiner Leistungsfähigkeit und Interessen zu fördern. Anhand der Konzeption lassen sich die einzelnen Kitas vergleichen und die beste Einrichtung für das Kind finden.

Die meisten Tipps und Ratschläge zur Konzeption der Kita drehen sich vor allem um die Konzeptionsentwicklung und um die Themen, die hier aufgegriffen werden müssen. Weniger bekannt ist, dass es gesetzliche Grundlagen für diese schriftliche Zusammenfassung der Kita-Ausrichtung gibt. Maßgeblich ist § 22 a Abs. 1 S. 2 SGB VIII, in dem die Entwicklung eines eigenen Konzepts als Grundlage für die Tätigkeit der Kita beschrieben wird. Es ist daher zu beachten, dass eine Konzeptionsentwicklung rechtlich vorgeschrieben und kein guter Wille der jeweiligen Einrichtung ist. Die Eltern haben demnach ein Recht auf Vorlage des Konzepts.

Zu berücksichtigen ist des Weiteren, dass es nahezu unmöglich sein dürfte, ein vollständiges Konzept mit allen Erläuterungen zu erarbeiten. Auch im Rahmen eines Elterngesprächs oder beim Tag der Offenen Tür werden Einzelheiten erläutert. Diese können zudem über Fotos veranschaulicht werden, die das Konzept ergänzen und beispielsweise eine allzu ausufernde Beschreibung des Innen- und Außengeländes überflüssig machen.

Wichtig ist überdies, wie sich Eltern beteiligen können. Was wird von ihnen gefordert und wo sind freiwillige Leistungen gern gesehen?

Wichtig ist überdies, wie sich Eltern beteiligen können. Was wird von ihnen gefordert und wo sind freiwillige Leistungen gern gesehen?(#03)

Praktische Tipps für die Konzeption der Kita

Die Konzeption der Kita trägt aktiv zur Verbesserung der Qualität der Einrichtung bei, wobei sicherlich ebenso wichtig ist, die dargestellten Punkte aus dem Konzept auch wirklich in die Tat umzusetzen. Daher muss im besten Fall das gesamte Team der Einrichtung an der Konzeption mitarbeiten. Die erfolgreiche Konzeptentwicklung setzt indessen bereits bei der Gliederung und beim schlüssig aufbereiteten Inhaltsverzeichnis an. Anhand dessen muss sich nachvollziehen lassen, worum es in dem Papier gehen wird und wie sich die Ausrichtung der Kita gestaltet.

Gleichzeitig gilt, dass zwar die meisten Kitas überfüllt sind, dass das Konzept aber dennoch eine Art Werbemittel sein muss. Es soll die Eltern davon überzeugen, ihr Kind in genau diese Einrichtung zu geben. Somit erklärt sich die Forderung nach einer optisch ansprechenden Niederschrift und der Gestaltung mit zusätzlichen Fotos.

Wichtige Daten sollten mithilfe einer Aufzählung deutlich hervorgehoben werden. Kontaktdaten müssen rasch auffindbar sein, Ansprechpartner auf den ersten Blick erkennbar. Die Konzeption darf kein Suchtext sein, sondern muss schlüssig und übersichtlich die wichtigsten Daten präsentieren. Idealerweise wird das niedergeschriebene Konzept mit einem Flyer ergänzt, den die Eltern beim Tag der Offenen Tür oder auf Nachfrage erhalten und der die wichtigsten Punkte ohne zusätzliche Erläuterungen zusammenfasst.

Die Konzeption der Kita trägt aktiv zur Verbesserung der Qualität der Einrichtung bei, wobei sicherlich ebenso wichtig ist, die dargestellten Punkte aus dem Konzept auch wirklich in die Tat umzusetzen.

Die Konzeption der Kita trägt aktiv zur Verbesserung der Qualität der Einrichtung bei, wobei sicherlich ebenso wichtig ist, die dargestellten Punkte aus dem Konzept auch wirklich in die Tat umzusetzen.(#04)

Die folgenden Tipps und Ratschläge können bei der Erstellung eines Kita-Konzepts hilfreich sein:

  • Zeit einplanen
    Die Konzeptarbeit erfolgt nicht im „Vorbeigehen“, sie erfordert Zeit, Ruhe und die Abstimmung mit dem gesamten Team. Teilweise ist die Erstellung des Konzepts erst nach Betriebsaufnahme nötig, weil zusätzlich einige verwalterische und organisatorische Aspekte mit aufgenommen werden müssen.
  • Keine alleinige Sache der Leitung
    Die Leitung darf die Erstellung der Konzeption nicht allein übernehmen, hierfür sollte zumindest ein Teil des Kita-Teams abgestellt werden. Das hat zudem den Vorteil, dass später alle aussagefähig zum Konzept sind.
  • Alleinstellungsmerkmale finden
    Ähnlich wie bei einem Unternehmen muss sich eine Kita als etwas Besonderes präsentieren. Dazu zählt auch die Entwicklung eines Logos, das den Wiedererkennungswert erhöht. Außerdem wird damit auch rein optisch ein Alleinstellungsmerkmal gefunden. Natürlich darf sich die Qualität der Kita nicht nur daran bemessen lassen, sondern auch im Hinblick auf die pädagogische Ausrichtung sind Alleinstellungs- und Qualitätsmerkmale wichtig.
  • Inhalte darstellen
    Die Inhalte müssen aussagekräftig und ansprechend dargestellt werden. Die Konzeption soll mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt und bestenfalls mit Bildern aufgewertet werden. Möglich ist es auch, eine Agentur mit der Umsetzung zu beauftragen, allerdings sprengt dies nicht selten den Kostenrahmen der Einrichtung.
  • Zugänglichkeit des Konzepts gewährleisten
    Leider ist es in vielen Einrichtungen immer noch üblich, dass das Konzept der Kita nur auf Nachfrage ausgehändigt wird. Es sollte aber auf der Homepage des Kindergartens oder auf den Seiten des Trägers zu finden sein. Außerdem kann ein Exemplar im Kindergarten ausliegen, sodass die Eltern jederzeit nachlesen können. Zusätzlich ist die Herausgabe des bereits erwähnten Flyers sinnvoll, den jedes Elternteil spätestens zum Schließen des Betreuungsvertrags für das Kind ausgehändigt bekommen sollte.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  Aleksander Krsmanovic -#01: Robert Kneschke  -#02: Robert Kneschke  -#03: Oksana Kuzmina -#04: FamVeld

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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