Babysocken stricken: auch für Anfänger. Die 2-Minuten-Anleitung

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Eben erst die ersten Maschen aufgenommen und schon zeigt sich der Wunsch, Babysocken stricken zu können. Vor allem Anfänger stehen hier oft vor einer großen Herausforderung, denn der Einsatz vom Nadelspiel und das Stricken der Ferse ist nicht ganz so leicht. Oft reicht jedoch etwas Übung aus, um Socken für die ganz kleinen stricken zu können.

Empfehlenswert ist es, für das Stricken der Babysocken idealerweise zu Sockenwolle zu greifen. Diese ist ganz besonders robust und fusselt auch nicht so stark, wie normale Wolle. Beim Nadelspiel bietet es sich an, ein Modell mit der Stärke 2,5 zu nutzen. Das Nadelspiel besteht aus fünf Nadeln, die alle beim Babysocken stricken zum Einsatz kommen.

So einfach geht das mit dem babysocken stricken: hier die Anleitung für Babysocken bis Gr. 68

Die nachfolgende Anleitung verhilft Schritt für Schritt dazu, Babysocken mit Ferse zu stricken. Die verwendete Maschenanzahl bezieht sich auf Söckchen, die bis zu einer Konfektionsgröße von 68 passen. Mit einer Erhöhung der Runden- und Reihenanzahl können die Babysocken auch vergrößert werden. Wer gleich größere Socken stricken möchte, findet am Abschluss der Anleitung eine Tabelle mit den wichtigsten Angaben zu runden und Reihen.

Hinweis: Jeder strickt von einer anderen Festigkeit. Am besten ist es, die Anleitung erst einmal durchzuprobieren. Fallen die Socken dann größer oder kleiner aus, kann die Maschenanzahl angepasst werden. Wer einmal den Dreh heraus hat, strickt die Babysocken meist innerhalb kurzer Zeit.

  1. Maschen aufnehmen und das Bündchen strickenDas Bündchen ist dazu da, um die Babysocken flexibler zu machen. Normalerweise nimmt es einen Teil des Schafts ein. Es kann aber auch für den gesamten Schaft genutzt werden.

    Von der Wolle wird ein Wollfaden mit einer Länge von etwa 30 cm abgerollt aber nicht abgeschnitten. Mit einer Schlaufe am Anfang des Fadens wird dieser auf zwei Nadeln vom Nadelspiel gezogen. Nun nimmt man 32 Maschen auf und verteilt diese gleichmäßig auf die vier Nadeln. Nadel 5 sowie der Faden werden in die Hand genommen. Das Nadelspiel wird im Quadrat hingelegt, mit Nadel 1 wird begonnen, das Bündchen zu stricken.

    Das Bündchen sollte mindestens 10 Runden haben, bevor der Schaft folgt. Gestrickt wird mit allen 32 Maschen und zwar zwei rechts und zwei links. Nadel 5 dient als Hilfe zum Runden stricken. Die Aufnahme von Folgemaschen kann dabei helfen, das Bündchen nicht zu locker werden zu lassen.

  2. Den Schaft vollenden
    Wenn nicht der komplette Schaft als Bündchen gestrickt wurde, dann folgen jetzt noch weitere Runden. Wie viele Runden noch für den Schaft gestrickt werden, ist abhängig davon, wie lang dieser werden soll. Erfahrungsgemäß sind zwischen 10 und 20 zusätzliche Runden eine gute Wahl. Das Stricken des Schafts wird ebenso durchgeführt wie das Stricken des Bündchens. Allerdings werden die Runden hier ausschließlich glatt rechts gestrickt.
  3. Die Ferse wird in Angriff genommen
    Dieser Schritt gilt meist als besonders schwierig, lässt sich jedoch eigentlich recht gut machen.

    Damit die Ferse gestrickt werden kann, werden von der Nadel 1 auf die Nadel 4 8 Maschen einmal rüber gestrickt mit glatt rechts. Jetzt wird das Nadelspiel aufgenommen und einmal komplett gewendet. Von Nadel 1 auf Nadel 4 werden die Maschen nun glatt nach links gestrickt. Auf den Nadeln 1 und 4 liegen zusammen jetzt noch immer 16 Maschen. Bei dieser Größe der Socken hat die Ferse 14 Reihen. Die Anzahl der Reihen lässt sich leicht herausfinden. Dafür einfach von den Maschen auf Nadel 1 und 4 die Zahl 2 abziehen. Um auf die Reihen zu kommen, werden die ersten 7 Reihen nach rechts und die folgenden 7 Reihen nach links gestrickt.

  4. Das Käppchen als Abschluss der Ferse
    Nach dem Stricken der Reihen ist die Ferse aber noch nicht ganz fertig. Das Käppchen fehlt jetzt noch. Für das Käppchen liegen auf Nadel 1 16 Maschen und auf Nadel 2 und 3 jeweils 8 Maschen. Damit auf Nadel 1 wieder 8 Maschen liegen, muss eine Reduzierung erfolgen. Dafür werden die ersten 4 Maschen direkt nach rechts gestrickt. Danach folgen 7 Maschen nach rechts. Anschließend wird die 8. Masche auf Nadel 5 in der Hand gehoben. Die 9. Masche wird genommen und einfach nach rechts gestrickt und Masche 8 nun links über die Masche 9 gezogen. Nun liegen auf den Nadeln von links nach rechts gesehen einmal 4 Maschen, einmal 8 Maschen und einmal 3 Maschen.

    Das Nadelspiel muss einmal gedreht werden. Von den 8 Maschen werden nun 7 nach links gestrickt. Die 8. Masche sowie die darauf folgende werden einmal gemeinsam nach links gestrickt. Zurück bleiben nun nur noch 3 Maschen, 8 Maschen und 3 Maschen. Es wird erneut gewendet und das Muster mit diesen beiden Schritten im Wechsel wiederholt. Ziel ist es, nur noch 8 Maschen in der Mitte liegen zu haben. Sind noch 8 Maschen übrig, wird das Nadelspiel wieder gewendet und alle 8 Maschen einmal nach rechts gestrickt.

  5. Runden für die Fußlänge vorbereiten
    Es kann sich erst einmal zurückgelehnt werden, denn Ferse und Käppchen waren ein sehr schwerer Teil. Nun sollen wieder Runden folgen, dafür müssen die Maschen vorbereitet werden.

    Sowohl links als auch rechts werden die Maschen symmetrisch aufgenommen. Mit rechts verschränkt werden 7 Randmaschen aufgenommen. Hierfür wird die Nadel verwendet, auf der noch 8 Maschen liegen. Zusammen ergeben sich 15 Maschen. Diese werden durch eine Masche aus dem Querfaden ergänzt. Die Maschen werden jetzt von der 2. Nadel auf die 3. Nadel gestrickt. Nun muss die Gegenseite ebenso durchgeführt werden. Mit Nadel 3 und 4 wird eine Masche aus dem Querfaden von der Gegenseite übernommen. Die 7 Randmaschen folgen und liegen auf Nadel 4. Von Nadel 1 zu Nadel 4 werden nun 4 Maschen gestrickt.

    Um mit den Runden beginnen zu können, müssen jetzt auf alle Maschen gleichmäßig jeweils 8 Maschen verteilt werden. Auf den Nadeln 2 – 4 liegen jeweils 8 Maschen, auf Nadel 1 jedoch 16 Maschen. Um die Maschen zu verteilen, wird wie folgt vorgegangen:

    • 9 Maschen von Nadel 1 einmal nach rechts stricken
    • die folgende Masche einmal drüber heben und die 11. Masche nach rechts stricken
    • Masche 10 über die 11. Masche heben
    • Nadeln 2 und 3 nehmen und die Maschen nach rechts stricken
    • Masche 4 nehmen und 1. Masche nach rechts stricken
    • Nadeln 2 und 3 nehmen und die Maschen nach rechts stricken
    • Durchführen, bis sich auf allen Nadeln 8 Maschen befinden

    Anschließend können die Runden gestrickt werden. Mindestens 25 sollten es sein.

  6. Jetzt geht es an die Sockenspitze
    Damit die Spitze gestrickt werden kann, braucht es auf jeder Nadel 2 Maschen. Um dies zu erreichen, wird mit Nadel 1 begonnen. 5 Maschen nach glatt rechts stricken. 6. Masche aussetzen, 7. Masche stricken und 6. Masche darüber legen. 8. Masche nach rechts stricken. Von Nadel 2 werden alle Maschen nach rechts gestrickt. Mit Nadel 3 wird wie bei Nadel 1 verfahren. Mit Nadel 4 wie bei der 2. Nadel. So werden nun 7 Runden gestrickt. Die Maschenabnahme erfolgt nur jede 2. Runde. Sonst wird glatt rechts gestrickt. Runden 8 und 9 werden mit Abnahme gestrickt. 6 Maschen bleiben als Rest liegen. Nun noch reduzieren. Dafür wird die 1. Masche abgehoben, die 2. nach rechts gestrickt, die 1. Masche drüber gelegt und die 3. und 4. Masche einzeln, die 5. Masche und die 6. zusammen nach rechts gestrickt.

    Die Stopfnadel kommt zum Einsatz. Diese wird durch die Maschen gezogen, indem rechts gestrickt wird und die Maschen so auf den Faden übertragen. Das Nadelspiel wird entfernt und der Faden vernäht.

In 6 Schritten sind die Babysocken fertig geworden. Hier noch die Rundenangaben, wenn größere Socken gestrickt werden sollen.

Größe 62/68 74/80 80/86/92
Schaftrunden 22 24 28
davon Bündchenrunden 12 14 16
Fersenreihen 14 16 18
Fußrunden 26 30 30

Bildnachweis: © schwarzer.de

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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